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dort sehr oft Jahre hindurch anhaltende Dürre eintritt, weniger Bal-sam , aber dieser ist harziger und schärfer. Die Gewinnung des Balsamsgeschieht auf die Weise, daß man tiefe Einschnitte in den Stamm macht,aus welchen dann der harzige Saft, nach Verschiedenheit der Art desGewächses und der Vegetationsstufe in mehrerer oder minderer Menge,sich ergießt, so daß man oft in drei Stunden zwölf oder mehrere Pfundin untergesetzten Gefäßen sammeln kann. Nach Martius's Erfahrungwählt man dazu die Regenzeit oder die bald auf diese folgende» Tage,um den Balsam — wie auch schon Marcgrav und Piso berichte-ten — beim Vollmonde ansfließen zu lassen. Der Einschnitt wird, wenner nicht von selbst verheilt, mit Wachs oder Thon verklebt, und so sollman dieses Verfahren bei großen völlig ausgewachsenen Bäumen in ei-nem Jahre noch ein - bis zweimal wiederholen können.
Da nun der Cvpaivabalsam von verschiedenen Arten gesammelt (ähn-lich wie der Terpenthin in Europa von mehreren Fichtenarten), und, ivonicht von allen, doch sehr wahrscheinlich von mehreren in den Handelgebracht wird, so sind die kleinen Abweichungen, welche der im Handelvorkommende Balsam zeigt, an Farbe, Cvnsistenz, Gerüche und Geschmackediesem Umstände, keinesweges aber immer Verfälschungen zuzuschreiben,welche Meinung schon früher Stoltze ausgesprochen hatte. Gewöhnlichunterscheidet man nur zwei Sorten, und zwar nach dem Vaterlande. DerBalsam, welcher aus Brasilien kommt und der vfficinelle ist, hat dieCvnsistenz eines dünnen Zuckersaftes, ist blaßgelb, vollkommen klar, voneinem eigenthümlichen, nicht unangenehm aromatischen Gerüche, und einemvligmilden, schwach gewürzhasten, hintennach etwas scharfen und bitter-lichen Geschmacke. Er hat ein spec. Gew. von v,9S, schwimmt also anfdem Wasser. Durch das Alter wird er zähe, dick, trübe, nimmt einemehr bräunliche Farbe an, ist dann schwächer an Gerüche und Geschmacke,und sinkt im Wasser in kugeliger Gestalt zu Boden. Der auf den Antillengewonnene schlechtere Balsam ist dick, goldgelb, undurchsichtig, und wenigerangenehm, ja mehr terpenthinartig von Gerüche. Von diesem meint man,daß er durch Auskochen der Aeste erhalten werde, indessen scheint seineVerschiedenheit der Verschiedenheit des Gewächses, von dem er abstammt,und vielleicht auch des Wohnortes desselben zugeschrieben werden zu müssen.Bis jetzt kennt man nur 6opaiker-> ckscquini als die auf den zu denAntillen gehörenden Inseln Martinique und Trinidad vorkommende Art, esscheint also dies die Mutterpflanze des antillischen Copaivabalsams zu seyn.
Schonberg (Berl. Jahrb. 1806. S. 56.) hat eine recht gute Arbeitüber den Cvpaivabalsam geliefert; eine mehr befriedigende Analyse hatjedoch StoltzecBerl. Jahrb.XXVIl. 2.1826. S. 179.) gegeben. EinTropfen dieses Balsams sinkt im Wasser nach der Höhe des Falles mehroder weniger tief iw Kugelgestalt nieder, erhebt sich aber schnell auf dieOberfläche und vertheilt sich auf derselben. Damit geschüttelt, theilt erdem Wasser den Geschmack des Balsams in geringem Maße mit. Mit