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mfferftekem Weingeiste ist er in allen Verhältnissen mischbar; ein Theildes Balsams mit zwei Theilen Weingeist giebt eine vollkommene Auf-lösung. Bei einer größeren Menge Weingeist opalisirt die Auflösunghöchst gering, wird erst nach einiger Zeit klar, nachdem sich eine kaummerkbare Menge eines Niederschlages abgesetzt hat. Auch Weingeist vongo° löst den Balsam leicht und vollkommen auf. Aether verhält sich ebenso. Auch ätherische Oele nehmen ihn in allen Verhältnissen auf. Mitden fetten Oelen verbindet er sich gleichfalls in allen Verhältnissen, unddiese werden dadurch in Weingeist in bestimmter Menge auflöslich; durchmehr Weingeist aber werden sie abgeschieden. Zur Prüfung des Balsamsauf beigemischte fette Oele mit Weingeist ist daher wenigstens die acht-fache Menge Weingeist von so" erforderlich; doch kann das in Weingeistleicht lösliche Ricinusöl auf diese Weise nicht entdeckt werden.
Verhalten des Balsams gegen reines Kali. Tröpfelt man unter bestän-digem Umschütteln eine wafferklare reine Aetzkalilauge, die genau f Kalihy-drat enthält, zum Copaivabalsam, so wird das Gemisch schon beim erstenZusätze opalisirend, hellt sich nach Hinzufügung von mehr Aetzkalilauge undbei fortdauerndem Schütteln immer mehr und mehr auf, wird fast ganz hell,wenn das Verhältniß der Aetzlauge ein Viertel des Gewichtes desCopaiva-balsams beträgt, und erhält bei f, also dem vierten Theile des Ganzen,die völligste Klarheit, wobei Wärme frei wird. Mehr Aetzlauge macht dieMischung erst trübe, dann milchig, und je größer der Zusatz von Aetzlauge,desto schneller scheidet sich das Ganze in 2 Theile: in eine obere Lage, dieganz das Ansehen des Copaivabalsams hat, nur etwas dunkler von Farbeist, und in eine untere, fast farblose wäßrige Flüssigkeit. Jene obere Lagelst aber nicht, wie man bisher irrig glaubte, reiner Balsam, sondern einewahre Copaivaseise, ganz übereinstimmend mit der aus 1 Th. Lauge undL Th. Balsam erhaltenen klaren Lösung, auf der schwereren Aetzlauge sicherhebend. Diese Seife hat die Consistenz eines Svrups, bleibt bei Zusatzeiner sehr geringen Menge Wasser klar, wird aber durch mehr Wasser mil-chig, und bildet bei starker Verdünnung eine opalisirende Flüssigkeit. Dieunter Anwendung von Wärme bereitete Seife ist nur wegen des dabei ver-flüchtigten ätherischen Oeles härter, als die vorige. Zersetzt man die Seifedurch Säure, so wird der Balsam erst nach langer Ruhe wieder vollständigabgeschieden, und zwar in einem etwas veränderten Zustande. Die Lösungder Seife in wasserfreiem Weingeiste setzt nach einigen Stunden weiße Flockenab, in Weingeist von 90 bis 75° ist sie dagegen vollkommen löslich. Einedurch bloßes Schütteln des Ricinus- oder eines andern fetten Oeles mitAetzlauge erhaltene Seife ist aber in Weingeist von 75 ° nicht vollkommenlöslich, und es giebt dieses Verhalten nach St 0 ltze ein Prüfungsmittelauf die genannten Oele ab. Um jede Beimischung von Ricinus- oder einemandern fetten Oele zu erkennen, fetzt man zum Copaivabalsam so viel voneiner reinen Aetzlauge, daß in der Kälte eine vollkommen klare Seife ent-steht, und löst diese in Weingeist von 75 Procent auf. War der Balsam