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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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398
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5c)8 Oo^siva

Zeit, ist aber dke erstere beträchtlich leichter, so scheidet sich letztere baldunten am Boden ab.

5) Die Resultate der Analyse sind: ätherisches Oel, durch Destillationmit Wasser erhalten, Z8,o; braunes schmieriges Harz i,6S; gelbes brüchi-ges Harz 52; dasselbe Harz mit Spuren von Ertractivstoff 0 , 75 ; ätheri-sches Oel in destillirtem Wasser vorhanden, Verlust bei der Austrocknungdes Harzes an Wasser und flüchtigem Oele 7,59. 8. ---- 100 .

6) Die bei der Analyse erhaltenen Bestandtheile sind keine Products,sondern Educte; denn mit Ausnahme des Wassers, welches nicht gut wiederin Mischung zu bringen ist, kann man alle übrigen Bestandtheile in mäßi-ger Wärme wieder in eine Mischung vereinigen, die alle Eigenschaften desrohen Balsams bat, nur eine etwas dunklere Farbe besitzt.

7) Das flüchtige Oel des Copaivabalsams reagirk in seinem gewöhnst,

chen, wenn auch Wasserhellen Zustande (auch gleich nach einer gelinden Rec- !tification?) etwas sauer, welches von keiner fremden Säure, sondern vonSpuren mit übergeführten Harzes herrührt. Es hat viele Eigenschaften mitdem Terpentinöle gemein, so wie überhaupt der Copaivabalsam dem klaren !Terpentins nahe steht. '

8) An dem gelben brüchigen Harze ist vorzüglich die schwache saure 'Reagenz merkwürdig, die von keiner fremden Säure herrührt, sondern eineEigenschaft des Harzes ist. Deshalb verbindet es sich auch so leicht mit denVasen, selbst den schwächeren, z. B. der Bittererde und dem Bleiorydhydrat.

Nach dieser erschöpfenden Bearbeitung des Copaivabalsams von demverstorbenen Hrn. Pros. St 0 ltze, die zugleich die Mittel zur Entdeckung letwaniger Verfälschungen vollständig «»giebt, können wohl die älteren Vor-schriften hierzu um so mehr Übergängen werden, als sie großentheils aufunrichtigen Angaben beruhen. So nahm man früher allgemein an, daß derCopaivabalsam wenigstens in der Kälte keine Verbindung mit der concw- ,trirten Kalilösung eingehe, und man betrachtete dies als ein Zeichen seinerAechtheit Die Mischbarkeit des Copaivabalsams mit den fetten Oclen setztihn der Verfälschung mit diesen auch am meisten aus, und es werden hierzuvorzüglich Mandel-, Mohn - und Nußöl benutzt, dennoch ist ein reinerVal-sam im Handel nicht so selten, als man hiernach befürchten könnte. DasVerhalten des Copaivabalsams gegen Aehkali ist auch von andern Chemi-kern so gefunden worden, wie es Stoltze «»giebt. Nach Müller'sVersuchen (Brandes's Archiv VIII. S. 74.) löst sich der ächte Copaivabal-sam in seinem gleichen Gewichte Aetzkalilauge, nach der Vorschrift der xreuß.Pharmakopöe bereitet, vollkommen auf, die Lösung ist ganz hell, und mischtsich ohne Trübung mit Wasser, die aber entsteht, wenn der Balsam auchnur ä Mandelöl enthält. Ein völlig genügendes und sicheres Prüfungsmit-tel auf beigemischte fette Oele ist aber die klare Auflösung des Balsams in8TH. Alkohol von 90 Grad; Ricinusöl, gleichfalls in Alkohol auflöslich,wird jedoch hierdurch nicht angezeigt. Um dieses zu entdecken, hat man,außer dem oben von Stoltze angegebenen, noch verschiedene Mittel vot-