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selben, und nicht als von einer anhängenden fremden Säure abhängig.Durch Kochen mit Bittererde war eine Bittererden-Copaivseife bereitetworden, aus welcher das Harz durch jede Säure unverändert abgeschiedenwerden konnte, welches wie vorher sauer reagirte.
Stoltze zieht aus seiner Arbeit nachstehende Folgerungen:
1 ) Es ist wahrscheinlich, daß der im Handel vorkommende Balsam vonmehreren Arten der Gattung Lopsif«r-c kommt, und daß davon einige Ab-weichungen herrühren, welche Copaivabalsame gegen einander zeigen, de-ren Aechtbeit man übrigens anerkennen muß.
r) Ein Gemisch aus Copaivabalsam und den in Weiugeiste schwer lös-lichen fetten Oelen läßt sich mit einer bestimmten Menge wasserfreien Wein-geistes, ja selbst mit einem solchen von so Procent mischen, ohne daß eineTrübung entsteht (der Weingeist wird von dem Balsam ausgelöst); wirdaber die Menge des Weingeistes bedeutend vorherrschend, so scheidet sich dasfette Oel aus. Man muß daher, wenn man den Copaivabalsam auf dieseArt prüfen will, wenigstens 8 Th. Weingeist gegen i Th. Balsam anwen-den, und am besten ist es, dazu nur einen Weingeist von 90 Procent zubenutzen. Ricinusöl laßt sich auf diese Art nicht entdecken, da dessen Lös-lichkeit in Weingeist von 90 Procent durch den Balsam noch beträchtlichvermehrt wird.
Z) Neun Theile Copaivabalsam und ein Theil Kalihydrat, in zweiTheilen Wasser gelöst, bilden durch bloßes Schütteln in der Källe eineklare Seife, die sich in wenigem Wasser klar löst, mit mehreren, eine mil-chige Lösung giebt. Nimmt mau mehr Aehkalilauge, so scheidet sich dieentstandene klare Seife oben ab, und das überflüssige Aetzkali ist in deruntern Lage vorhanden. Die nach der obigen Weise gebildete reine Copai-vaseife löst sich in Weingeist von 75 Procent vollkommen auf und erstnach ir Stunden setzt sich am Boden eine Spur eines Niederschlagesau; enthält aber der Copaivabalsam nur st? eines fetten Oeles, sey esauch Ricinusöl, so setzen sich nach einigen Stunden weiße Flocken ab,die um so häufiger sind, je mehr fettes Oel mit dem Balsam gemischtwar. Enthält der Balsam über z fettes Oel, so liefert er mit der Aetz-iauge keine ganz klare Seife mehr.
4) Drei Theile Copaivabalsam und ein Theil Aetzammoniakflüssigkeit"vn o,gg spxx, Gxw. Hilden ebenfalls durch bloßes Schütteln in der Kälteeine klare Seife, die sich in wenigem Wasser klar löst, mit mehreren, einemilchige Mischung giebt und durch vieles Wasser zerlegt wird, indem dergrößte Theil des Copaivabalsams mit etwas Ammoniak sich abscheidet, unddas übrige Ammoniak einen kleinen Antheil Balsam tn Lösung behält. Setzttuan zu der nach obigem Verhältnisse bereiteten Ammoniakseife noch mehrAetzamnwniak, so entsteht eine nach Verhältniß des Ueberscbussesan letzteremmehr oder weniger opalisirende Mischung. Ist die Aetzammoniakflüssigkeitvon ziemlich gleicher specifischer Schwere, so hält sich die Mischung längere