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stellte, eine braune Tinctur, die weder Schärft, noch eine andere be-merkenswerthe Eigenschaft zeigte. luo Tl>. des Kerns der Purgirkörnerenthielten: bittern oder harzigen abführenden Stoff mit einer Säureverbunden 27,5; sehr reines Oel, dem Olivenöle ähnlich, ohne alle ab-führende Eigenschaften 52,5; mehlartigen Stoff 40.
Brandes (Archiv. IV. S. 17;.; Buchn. Repert. XIV. S. Z02.)fand in 2000 Th. derselben: Krotonöl mit Krotonsäure und einem Al-käisch ;4o; krotonsaures Salz (des Alkaloids) und Farbestvff g,;o;Stearin 7; Wachs 6; Halbharz 20; inulinartige Substanz 5,25; Gum-mi 25,50; Kleber (Gummi) 40; Gummorn 180; färbende ertractiveMaterie mit etwas Schleimzucker, saurem ävfels. Kali und Kalk, 41;Eiweiß 8,25; verhärtetes Eiweiß 14; Stärkemehl mit Phosphors. Bit-tererde 7; verhärtetes Stärkemehl mit Phosphors. Kalke und Bittererdeinr; Saamenhülle und Saameufaser, dem Amygdalin ähnlich, 78li;Wasser 450. 8.^-2028,50, Die Krotonsäure ist sehr flüchtig, steht derJatrsphasäure in den Purgirkörnern von llstropl,» Lurcar nahe, istvielleicht mit ihr identisch, und zeigt so heftige Wirkungen, daß Bran-des und seine Mitarbeiter bei der Analyse mehrmals heftigen Gesichts-entzündungen , Brennen in den Augen, im Halse, in der Brust undden Eingeweiden u. s. w. ausgesetzt waren, die sie nöthigten, die Ar-beit unvollendet zu lassen. Sollte es möglich seyn, die Säure im con-centrirten Austande darzustellen, so würde sie sich gewiß als eins derfurchtbarsten Gifte zeigen. Eben so mußte die weitere Erforschung desAlkaloids, dessen Daseyn mehreren Versuchen nach nicht unwahrscheinlichwar, ausgesetzt bleiben.
In Ostindien werden die Purgirkörner, besonders von der ärmerenClasse der Einwohner, als Purgirmittel benutzt, und gewöhnlich ist eingepulverter Saame eine hinreichende Dosis; häufig wird aber auch nurdas durch Auspressen erhaltene fette Oel gebraucht. Das Krotonöl hateine bernsteingelbe Farbe, die jedoch nach dem Grade der Röstung, wel-cher die Kerne unterworfen worden sind, etwas verschieden ausfällt. DerGeruch desselben ist stark nauseös, der Geschmack ist heiß und brennend,und das Oel bringt eine bedeutende und schmerzhafte Reizung in demSchlunde hervor, welche oft mehrere Stunden anhält. Es ist in Alko-hol und Aether schwer (Buchn. Repert. XXl V. 2. S. ;o9.) löslich, mitandern fetten Oelen aber in allen Verhältnissen mischbar.
Or. Nimmo (a. a. O.) fand in dem Krotonöle 45 Th. eines scharfenlarirenden Stoffes und 55 Th. sehr reinen Oeles, wie Olivenöl, ohne alleabführenden Eigenschaften. Es scheint nach ihm, daß dieser scharfe Stoffseinen Sitz in einer bittern, harzigen, in Alkohol und Aether, wie in denfetten und flüchtigen Oelen löslichen Materie habe. Man finde zwischendieser Substanz und dem Elaterin (vergl. LIslerium) eine große Aehn-lichkeit, und könnte sie also Tiglin nennen. Sie besitzt die Eigenschaft dersalzbildenden vegetabilischen Substanzen nicht. Diese drastische Substanz