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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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413
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Lubebse

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Die Blätter sind alle gestielt, aber von sehr verschiedener Gestalt; an demuntern Theile des Stengels sind sie vollkommen herzförmig-spitz, an demobern Theile eiförmig-länglich, spitz, unten blaßgrün, z-z Zoll lang und8-t2 Linien breit. Die Blüthen stehen in Kätzchen in den Winkeln derBlätter und sind getrennten Geschlechts.

Die unreifen getrockneten Früchte dieses Strauches kommen unter demNamen Kubeben in den Handel; sie bilden runde Körner, von der Größekleiner Erbsen, mehr oder weniger runzlig, mit den ansitzenden dünnen5 —4 Linien langen Blüthenstielchen, von grauschwärzlicher oder dunkel-brauner Farbe, Ihre äußere, leicht zerbrechliche, dünne, aderig-netzförmigeSchale umschließt einen unausgebildeten,runden, glatten, harten, braunenoder schwärzlichen, innerhalb gelblich-weißen öligen Saamenkern. Die Schaleriecht angenehm, hat aber wenig Geschmack, der Kern hingegen hat einenbitterlichen, scharfen, pfefferartig-gewürzhaften Geschmack, der hinterdreinetwas Kühlendes hat.

Da in der neuesten Zeit der Verbrauch der Kubeben sich etwas ver-mehrt hat, so ist auch Klage geführt worden über Verfälschung derselben,namentlich mit Piment und mit Kreuzbeeren. Die erstere Verfälschung istleicht zu bemerken, etwas schwieriger die andere. Die Kubebe ist eine ein-saamige Beere mit einem Stiele, den man nicht abbrechen kaun, ohne daßsich an der Beere eine Bruchfläche zeigt; die Kreuzbeere dagegen ist vier-saamig, der Stiel gewöhnlich länger, etwas gekrümmt, und sitzt so, daßman ihn abbrechen kann, ohne daß die Beere verletzt wird. Der Geschmackunterscheidet sie überdem am bestimmtesten.

Tro mm s d or sf (dessen I. XX. t. S. SS,) erhielt durch Destillationmit Wasser ein völlig weißes ätherisches Oel, von einem schwachen gewürz-hasten Geschmacke, der sehr erwärmend, nicht bitter, sondern campherartigwar. Der Rückstand von der Destillation wurde wiederholt ausgekocht, dieabgeklärten Abkochungen zur Sprupsdicke abgeraucht, und mit dem sechsfa-chen Gewicht Alkohol vermischt, worauf sich reichlich eine braune Substanzabschied, welche grimmiger Ertractivstoff war. Der geistige Auszug gabein Ertract, das zwar nach Kubeben, jedoch mehr bitterlich als gewürzhaftschmeckte, an der Luft zerfloß (von essigsaurem Kali), und sich wie gewöhn-licher Ertractivstoff verhielt. Da er mit dem orpdnlirten salzsauren Eiseneinen reichlichen, grünlich - grauen Niedcrschlag gab, auch mit der Galläpfel-tinctur ein starkes Präcipitat lieferte, das nach dem Trocknen glänzend undspröde ward, und auf glühenden Kohlen nach verbranntem Horn roch, soschloß Trommsdorff aufeinen eigenthümlichen thierischen Stoff, der abervon Eiweiß und Kleber verschieden seyn müsse, weil er sich sonst beim Auf-kochen und, Abrauchen abgesondert haben würde, und der also wohl mehrder Gallerte ähnlich seyn möchte.

. Aus dem getrockneten Rückstände von den Abkochungen zog Alkohol einegelbgrüne Tinctur aus, die den aromatischen Geschmack der Kubeben nochin hohem Grabe besaß. Nach dem Verdunsten blieb eine schmierige Masse