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auf den Thälerchen sitzen, beseht ist, während die Hauptrippen gar nichtvorstehen, nur mit ganz kurzen zweizeiligen Haarborsten besetzt sind.
Die Biüthezeit ist Juni bis August, die Zeit der Saamenreife derSeptember.
Durch Cultur wird die Wurzel dicker, fleischiger, saftig und schmack-haft. Es giebt davon einige Varietäten von verschiedener Farbe und Güte,mit gelber, goldgelber, dunkelgelber, und weißer aber unschmackhasterWurzel.
Zum pharmaceutischen Gebrauche dient die Gartenmöhre im frischenZustande; sie besitzt einen eigenthümlichen, wenig gewürzhasten Geruchund süßen, etwas schleimigen Geschmack. Aus dem frisch gepreßtenSafte wird durch Eindicken der gebräuchliche Möhrensaft bereitet, wel-cher zwar auch auf dem Wege des Handels zu beziehen ist, der aber,da die Gelbmöhre überall zu Hause ist, zweckmäßig in jeder Apothekeselbst bereitet wird, um vor schlechter Bereitung und Verunreinigungsicher zu seyn. Der käufliche muß, ehe er in den Gebrauch gezogenwerden kann, auf die angezeigte Weise vorher geprüft werden. Derfrisch ausgepreßte Saft enthält nach Ei nhoff: Wasser 88,38; Eiweiß0 , 88 ; Schleimzucker 8,13 ; Pflanzenfaser 4,65. Nach Bouillon La-grange enthalten die Mohren: rohen unkrystallisirbaren Zucker, Stär-kemehl, sauren äpfelsauren Kalk und einen gelben Farbestoff. Wacken-roder (Geiger's Magazin. Mai r827. S. 188.) erhielt aus 34 Pfundfrischer gelber Rüben eine halbe Drachme ätherisches Oel, welches farb-los ist, einen eigenthümlichen, starken, penetrirenden Geruch, erwärmen-den etwas widerlichen Geschmack hat. Spec. Gew. o,8863.
In 100 Lh. des aus frischem Safte bereiteten Ertracts fand erSchleimzucker mit Aepfelsäure und etwas Amylum verbunden 93, 71 ;vegetabilisches Eiweiß 4,33; fettes weißes Oel, mit dem befvndernätherischen durchdrungen, Carvtin 0 , 34 ; Asche, bestehend aus Alaun-erde, Kalk und etwas Eisen o,6t>.
Mit dem Namen Carotin bezeichnet der Vers. eine eigene fär-bende purpurrothe Substanz, welche schöne Krystalle liefert, nur inätherischen und fetten Oelen löslich ist, und dem Harze oder Myricinsich nähert.
Die zum Brei zerriebenen Mohren sollen als Aufschlag in carci-nomatösen Geschwüren den Gestank und selbst den Schmerz sehr ver-mindern.
Bisweilen werden auch noch die Saamen, 8emsn Danci vulgarnr. szflverii-jL, in Gebrauch gezogen. Diese müssen von der wilden Mohreeingesammelt werden, weil die Saamen der Gartenmöhre geringereKräfte besitzen sollen. Die Saamen sind auf der einen Seite flack, aufder andern Seite erhaben, gefurcht, grau, kurzborstig und von gewürz-hast bitterlichem Geschmacke. Sie enthalten ätherisches Oel, Gummiund Gerbestoff. Sie werden in Pulverform verordnet.