Luplioi'tiluni
4 Blumenblättern mit umgekehrt eiförmiger Platte; von den 6 Staub-fäden sind 4 länger und 2 kürzer. Die Frucht ist eine Schote (8,'liyu-,),abstehend, oder von ihrem Stiel rechtwinklig abgehend, mit abstehendenweißen Haaren besetzt, in jedem Fache 5 — 6 kugelige, glatte, erbsen-gelbe Saamen enthaltend, von dem zusammengedrückten, mehr oderminder behaarten, die Schote selbst an Länge übertreffenden Griffel (alsSchnabel) gekrönt.
Die Blnthezeit ist Juni und Juli, die der Saamenreife August.
Der Saame hat einen flüchtigen Geruch, und einen eigenthümlichen,sehr scharfen Geschmack, der aber etwas schwacher ist, als bei dem schwarzenSenf, daher er diesem auch an Wirksamkeit als rothmachendes Mittelnachsteht. Die Saamen der Senfarten lassen sich aber auch auf fettes Oelbenutzen, und zu diesem Zwecke wird vorzüglich der weiße Senf, unterdem Namen: gelber Senfrevs, angebaut; er enthält gegen 56 Procentreines Oel. Dieses wird als Nahrungsmittel und als Brennol angewandt;es ist goldgelb, hat einen eigenthümlichen, etwas scharfen Nebengeschmack,bleibt an der Lust schmierig; spec. Gew. bei -tz 2 <» ° R. — 0,gi42. Bei —15°R. erstarrt es zu einer weißgelben butterarcigen Masse. Die Oelkuqenenthalten den scharfen Stoff, und lassen sich noch besonders benutzen.
Der Saame dos Raukekohls ctzraüica/Li-ucs ll.inn,) ist an Ge-schmacke dem vorigen ähnlich, zugleich aber etwas rettigartig.
Chemisch ist vorzüglich der schwarze Senf (siehe 8maxst) untersuchtworden.
Lupkor-bium. Euphorbium.
Der an der Luft erhärtete Milchsaft von kmpliorkia oskoi-nsrum ch,inn. und einigen andern Euphorbiumarten, Sträu-chern des mittägigen Afrikas.
Eine dem Gummiharze verwandte Substanz, in unförmli?chen, schmutziggelblichen oder bräunlichen, undurchsichtigen, zer-reiblichen, Dornensprößchen umgebenden, oder an deren Stelle mitkleinen Löchern versehenen Stücken, von einem sehr scharf bren-nenden widerlichen Geschmacke, auf Kohlen geworfen einen nichtunangenehmen Geruch verbreitend. Es, muß vorsichtig den Bei-ordnungen gemäß verwahrt werden.
klupliorbls osstcinsrum I»inn. Ofsicinelle Wolfsmilch»
Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. ". Taf. 15.-«xusl. LI. Xl. Orä, 5. Ooäeesnäria llsrißz-nia.
Orä. »stursl, Lupllorliiacese.
Diese strauchartige Pflanze wächst im heißesten Afrika und in Aethio-vien, auch in Aegypten, Arabien und aufden kanarischen Inseln. Sie batihren Namen nach dem Leibärzte des Königs Juba in Lichten, der E u-