k'oi'iniese
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nach 1« —14 Tagen, wo sie von den Geschlechtslosen gefüttert werden, si-nnt einem zarten und zähen Häutchen umspinnen, und so Puppen bilden, auswelchen sich die vollkommenen Ameisen entwickeln. Diese verpuppten Larven,keinesweges aber die Eier der Ameisen, sind die unter dem Namen der Bmei-seneier bekannten, weißen, länglichen Körperchcn, welche im Sommer ge-sammelt werden, um Nachtigallen und andere Vogel damit zu füttern.
Die Ameisen halten sich in ungeheurer Anzahl in Fichtenwäldern auf,und bilden große, stumpfe, kegelförmige Haufen, die sie aus Fichtenna-deln, Reiserchen, Holzspähnen u. dergl. zusammensetzen. Sie tragenauch die Harzkörner von Wachholdern und Fichten (wilden Weihrauch)ein, die sie mit als Baumaterial gebrauchen.
Die Ameisen haben keinen Stachel, beißen aber und spritzen, wennsie berührt werden, zu ihrer Vertheidigung einen sauren wohlriechende»Saft aus, der auf der Hand ein Brennen erregt.
Statt dieser großen Waldameise mit einer glatten eisenrostfarbenenBrust und schwarzbraunem Hinterleibs, können auch in etwaniger Er-mangelung derselben die schwarzen und gelbrvthen Arten der Garteu-ameisen angewandt werden; doch enthalten die ersteren vorzüglich vielesaure und ätherisch-ölige Theile.
Daß die Ameisen eine Säure enthalten, war schon gegen das Ende desI 5 ten Jahrhunderts von Botanikern bemerkt worden, als sie die in Amei-senhaufen gefallenen Cichorienblüthen geröthet sahen, (rotbe Spuren zeigensich schon, wenn die Waldameise über blaue Blumen hinwegläusti. ImJahre 1678 wurde aber die Saure zuerst von S am. Fischer durch De-stillation der Ameisen mit Wasser dargestellt. Marggras suchte dieEigenthümlichkeit dieser Säure nachzuweisen, welchen Weg Richter mitErfolg befolgte. Fourcroy undVauquelin erklärten sie jedoch füreine innige Verbindung der Aepfel - und Essigsäure. Suersen undGehlen haben aber zuletzt die specifische Natur der Ameisensäure außerallen Zweifel gesetzt. Diese Säure ist im reinen Zustande wafferklar, be-sitzt ein spec. Gew. von 1,102 — 1,11z, eigen eigenthümlichen Gern-,der völlige Aehnlichkeit mit den Ausdünstungen eines Ameisenhaufens hat,und sich merklich vom Gerüche der cvncentrirten Essigsäure unterscheidet,und einen merklich weniger sauren Geschmack, als die reine Essigsäure;sie gefriert auch in den höchsten Kältegraden nicht, und erfordert zurNeutralisirung eine geringere Menge Salzbasis, als eine Essigsäure vongleichem specifischen Gewichte. Döbereiner (Zur pneum. Chemie. M.1822. S. Z 2 . und öi.) hat die Ameisensäure künstlich dargestellt: einGemenge von Weinsteinsäure oder Weinsteinrahm, schwarzem Mangan-vrpd und Wasser wird erhitzt; es entwickelt sich unter starkem Aufbrau-sen Kohlensäure, und eine flüssige Säure geht über, die wirklich Amei-sensäure ist. Wird Schwefelsaure, zugesetzt, so wird die Weinsteinsäurevollständig in Kohlensäure, Wasser und Ameisensäure zersetzt, und dasPrsduct der letzteren Säure vermehrt. Die besten Verhältnisse sind s Lh.