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Weinsteinsäure, 5 Th. Manganhyperoryd und 5 Th. Schwefelsäure, mitdem doppelten Betrage ihres Gewichtes an Wasser verdünnt. Die Amei-sensäure betrachtet Döbereiner als eine Verbindung von 4 Raumthei-len Kohlenoxyd mit 2 Raumtheilen Wafferdampf
Außer dieser eigenthümlichen Säure enthalten die Ameisen auchnoch Aepfelsäure, fettes und flüchtiges Oel, Gallerte, vielleicht auch Harz.Das ätherische Oel hatte schon Neumann entdeckt, welches später auchMarggraf durch Destillation der Ameisen mit Wasser, auf diesemschwimmend, erhielt; er fand es in gewöhnlichem rectiflcirten Weingeisteunauflöslich, von gar keinem hitzigen Geschmacke und dabei ganz beson-derm Gerüche. Aus dem Rückstände, von welchem das Flüssige getrenntworden, erhielt er noch durch Auspressen ein fettes Oel. Dieses riechtetwas nach Ameisen, hat eine braunröthliche Farbe, ist durchsichtig, ver-dickt sich aber in der Kälte, wird dann undurchsichtig, und verhielt sichübrigens ganz wie alle andern fetten Oele.
In der Medicin werden die Ameisen bloß zur Bereitung des Amei-senspiritus gebraucht, wozu sie lebendig und von den Unreinigkeiten mög-lichst befreit angewandt werden müssen; sonst werden sie auch bisweilenzur Bereitung eines Bades für einzelne gelähmte Gliedmaßm benutzt.
Die Rinde. Fmilbäumrinde.
KI1SMNUL krsnzulL Oinn. Faulbaum.
Abbild. Düffeld. Samml. ofsic. Pflnz. Lief. VI. Taf. 21.
Hayne Arzn. Gew. Bd. V. Taf. 44 .
8 M. isxuul. Ll. V. Oi-ä. 1 . ?entunäris lVlonoßzmis.
Orck. naiursl. ttbamnsse.
Ein in ganz Deutschland häufiger Strauch, der wegen des üblenGeruchs seiner Zweige den Namen Faulbaum erhalten hat, mit abwech-selnden, eiförmigen oder länglichrunden Blättern, weißen büschelförmigstehenden Blüthen in den Blattwinkeln, und erst rothen, bei der Reifeaber kohlschwarzen Beeren mit 2 — Z Saamen. Von kill. osckarlicuro'iehe 8 pins. oervins) unterscheidet sich der Faulbaum durch die nichtspinescirenden Aeste, durch die ganzrandigen, nicht gesägten Blätter,durch die pentandrischen nicht tetrantrischen Blumen mit größer,,, kurz-genagelten Blumenblältchen, und mit einer schwach 2—ZlappigenNarbe(nicht deutlich glappig mit zurückgebogenen Zipfeln).
Die Rinde ist dunkelgrün, mit weißen Punkten besetzt, und sondertman die Oberhaut davon ab, so sieht sie gelb und getrocknet braunrvthaus. Sie besitzt keinen Geruch, aber einen bitterlich schleimigen Geschmack.Sie färbt das Wasser, den Speichel und Weingeist dunkelgelb.
Gerber (Brandes's Archiv XXVI. 1.) hat diese Rinde chemisch un-tersucht, und aus Gran der trocknen Rinde erhalten: ätherisches Oel,eine Spur; Blausäure, sehr wenig; Wachs 5; Chlorophyll 1 7,5 ; schärfenbittern Ertractivstoff, verbunden mit etwas Phyteumacolla, äpsels. und