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bevor sie das Jnsect durchbohrt hat, in der Mitte des Monats Juligesammelt werden. Sie find rund, von verschiedener Große, mehr oderweniger höckerig, dunkel, grünlich oder gelblichgrau, schwer und vondichterem Gefüge, gleichsam mit einem festen braunen Kerne angefüllt.Man schätzt besonders die, welche in dem Innern von Natolien beiAleppo (daher Aleppische Gallapfel), Smyrna, Magnesia, Rara-nissarund Diarbekir wachsen. Weniger reich sind die sogenannten weißen Gall-apfel (OsH-ie slbse). Es sind diejenigen, die erst später, nachdem dasJnsect herausgekrochen ist, gesammelt werden; sie sind viel leichter, vongclblichweißer Farbe, mehr glatt, von weniger dichtem Gefüge.
In Frankreich und Oestreich wird noch eine andere Art von Gall-apfeln gesammelt von (iuercus Lerrir, die aber bei uns selten in denHandel kommen. Diese sind von gelblich-röthlicher Farbe, einer fastebenen glatten Oberfläche, und meistens durchlöchert. Auch von unsererinländischen Loheiche (yuercus kiadur und Y. peflunculsis) werden dieauf den Blättern festsitzenden Gallapfel gesammelt; sie sind von weitgeringerer Güte, haben ein schöne rothe Farbe, ein äußerst lockeres undschwammiges Gewebe, und schrumpfen sehr beim Trocknen zusammen.Solche Auswüchse kommen auch an den Kelchen der Eicheln von unregel-mäßiger Gestalt vor, und diese letzteren, welche sich vorzüglich auf derKieleiche erzeugen, und besonders aus Ungarn, Mähren und Böhmengebracht werden, führen den Namen Knoppern, sie dienen zum Schwarz-färben, können auch zur Tinte benutzt werden.
Die Galläpfel gehören zu den stärksten adstringirenden Arzneistoffen.
Viele vegetabilische Stoffe enthalten eine größere oder kleinere Mengeeiner Substanz, die wegen ihrer Eigenschaft, sich mit dem thierischenGewebe der Haut zu verbinden, welche dadurch, wie man es nennt,gegerbt wird, Gerbestoff (Tannin), genannt worden ist. Diese Opera-tion ist zwar von Alters her bekannt, allein die Substanz, welche sichdabei mit der Haut verbindet, ist zuerst von Depeur, und mit nochgrößerer Genauigkeit von Seguin unterschieden worden, und mehrereChemiker, Proust, Trommsdorff, Thomson, Bouillon La-grange, haben sich bemüht, Methoden aufzufinden, um sie von andernStoffen, die zugleich in gerbestoffbaltigen Pflanzen vorkommen, zu trennen»
Der Gerbestoff kommt vor in einigen perennirenden Wurzeln von jäh-rigen Kräutern, als Dormentills, Lizlorls u. s. >v.; in der Rinde der mei-sten Baumstämme, und in den jungen Zweigen von Sträuchern und holzigenPflanzen, am reinsten in dem Holze; selten in den Blättern der Kräuter,wohl aber in den Blättern der Bäume und Sträucher, z. B. der Eichen,Birken, ^rduiuz (svs Orri, kidus corlsria u. s. w.; in den Schalen vonFrüchten und Saamen, sowie in deren Scheidewänden, als in den Erlen-und Fichtenzapfen, in den Hülsen verschiedener Leguminosen, in der Schalefleischiger Früchte, Hambutten, rothen Trauben rc.; in unreifen Früchten;selten oder nie in Blumenblättern, Ausnahme machen die Blüthen von^u-