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6aI1»6. Galläpfel.
Aufschweklungen der Blatter von ^usrcus infnokorig Olivlo-ri, eines kleinen morgenländischen Baumes, durch den Stichvon Oallss tinotorise Oliv. hervorgebracht.
Walzenförmig-stachlige rundliche Körper, oft mit einem Locheversehen, beinahe gestielt, hart, gelblich-aschgrau, von einemherben Geschmacke, adstringirendes Princip und Gallussäure ent-haltend. Die schwereren sind vorzuziehen.
Huereus iotectoris Oliv. Färbereiche, Galläpfeleiche.
Abbild. Düfseld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. XI. Taf. ro.
Guimpel und Schlechtend. Abb. Taf. 21.rexusl. 61. XXI. Or<I. 8. lVIonoeci» ?ol)-sn<Iria.
Orck. naiural. ^menlsaese llurr. 6upuIikei'Le Kiel,.
Erst in der neueren Zeit (Vergl. Willdenow im Berl. Jahrb.auf das Jahr 1808. S- 5 Z.) ist durch Olivier diese Eichenart als diewahre Galläpfeleiche bekannt geworden. Sie ist durch ganz Kleinasien,vorn Bosporus bis nach Syrien, und von den Küsten des Archipelsbis an die Grenzen von Persien verbreitet, wo sie in bergigen Gegen-den häufig vorkommt.
Sie bildet einen kleinen ästigen, strauchartigen, ungefähr s Frißhohen Stamm. Die Blätter sind kurz gestielt, elliptisch, nach der Spitzebreiter und stumpf, nach der Basis etwas verschmälert, .und häufig schwachherzförmig und dabei schief, am Rande grob oder fast gebuchtet gezähnt,Duchten und Zähne stumpflich, Zähne mit einer seinen Stachelspitze.Die Blätter 2 — 3 Zoll lang, 1 —iz Zoll breit, rippig-geädert undganz kahl, von bläulich - hellgrüner Farbe. Die männlichen Blumen kom-men am Grunde der neuen Triebe hervor, und stehen in laren, hängen-den Trauben; die weiblichen kurzgestielt, einzeln in den Brillen derobern Blätter. Früchte: fast sitzende walzenförmige Eicheln mit einer kleinenStachelspitze, s — zmal länger als das halbkugelige Näpfchen (6upuI->).
Durch den Stich eines Jnsects (Lvnip! O-stlse tinotorise Oliv.,Oiplolepst o-stlse tinelorise ksb.) entstehen auf dieser Pflanze dieGall-äpfel. Das Weibchen dieser Gallwespe hat nämlich einen vorstehendenLegestachel, mit dem es die Rinde des Blattstiels durchbohrt, um seineEier hineinzulegen, und bald bildet sich durch den Ausfluß der Pflan-zensäfte rundum ein Auswuchs. Die so eingeschlossenen Eier, hierdurchgleichsam gebrütet, schlüpfen aus, und gehen alle ihre Verwandlungs-stufen bis zum Zustande des vollkommenen Insekts durch, worauf sie ihrGefängniß durchbrechen und davon fliegen. Stirbt das Jnsect, ehe esganz verwandelt ist, so bleibt der Gallapfel undurchbohrt.
Die beste Sorte Gallapfel sind die schwarzen (OsUse nigrse), die,