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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Oontiana

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was dicker, wenig ästig, im Stamme geringelt mit hin undwieder einigen Wurz^lfasern, in den Zweigen runzlig gestreift,außen braunroth, innen vornehmlich angefeuchtet gelblichröthlich,mit nicht sehr dicker Rinde, dickem schwammigen Holze, vonstark bitterm Geschmacke. Es kommen auch Wurzeln vor vonähnlicher Form, von der Dicke eines Fingers, von blässererFarbe, die von andern verwandten Arten Gentiana genommen undnicht zu verwerfen sind, man sehe aber mit der größten Sorgfaltdarauf, daß nicht die Wurzeln von Versirum slbum (weiße NieS-wurzel) untergemischt sind.

Oenlisnn lules l.inn. Gelber oder edler Enzian.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XVl. Taf. 15.

8z-st. -exusl. L1. V. Orä. 2. ?entÄNtliia Oig^ni».

Orü. nalursl. 6enli«nese.

Diese edle Zierde der Alpen wächst auf den höheren Gebirgen desmittlern Europas, auf den östreichischen und schweizer Alpen; besondershäufig auf dem Jura. Sie liebt eine Höhe von 5 —4on» Fuß, undsteigt selten über 5400 Fuß in der Höhe.

Die Wurzel ist nach Verschiedenheit des Alters mehr oder minder starkund ästig, fleischig, außen gelblichbraun, und mit ringförmigen Erhaben-heiten versehen, inwendig gelb. Der Stengel ist krautartig, gerade, aufrecht,dick und hohl, vollkommen glatt, Z —4 Fuß und darüber hoch. Die Blat-ter sind gegenständig, eiförmig oder oval, spitz, ganzrandig, glatt, mit 5- 7 starken Nerven versehen und gefaltet; die untern verschmalern sich ineinen kurzen Blattstiel, die übrigen sind sitzend und stengelumfasscnd; diegrößern erreichen eine Länge von einem Fuß, bei einer Breite von s — 6Zoll. In der Nähe der Blüthen sind sie verhältnißwäßig viel kleiner, con-cav und gelblichgrün. Die Blüthen stehen in großer Anzahl quirlförmigbeisammen, so daß diese Blüthenguirle sich gegen die Spitze hin immer mehrnähern, und in ein Köpfchen endigen. Jede Blüthe ist gestielt. Der Kelchbesteht aus einer zarten, häutigen blaßgelblichen Scheide, die in zwei un-gleiche Lappen gespalten ist. Die Blumenkrone ist bis auf die Basis in fünf,selten in sechs, länglich-lancettförmige, spitze, schön gelbe, nicht pnnktrrte,to -12 Linien lange Abschnitte getheilt, welche bei voller Blüthe radförmigausgebreitet sind. Die Frucht ist eine längliche, walzenförmige, einfächrigeKapsel mit zahlreichen, rundlichen, röthlichen Saamen.

Die Wurzel dieser Pflanze zeichnet sich durch eine ausnehmende Bitter-keit aus, und ist daher seit allen Zeiten als eins der vortrefflichsten bitternMittel berühmt. Wir erhalten diese kisüix Oeinianae lulese r.rubrse ent-weder beijüngern Wurzeln ganz, oder die ältern auf verschiedene Weise ge-spalten. Sie zeichnen sich auch im getrockneten Zustande durch einen cigeu-Dulk' s xreuß. Pharmak. I. 32