Osntiana
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thümliches Geruchsprincip, welches sich, wie Hagen bemerkt hat, alsein talgartiges ätherisches Oel darstellen läßt, wovon g Pfund gegeneine halbe Unze gaben.
Die Gallapfel geben das wirksamste zusammenziehende Mittel ab;in Vergiftungsfällen, wo adstringirende Gegenmittel angezeigt sind, als-mit BrechWeinstein, Brechwurzel rc., wird eine starke Galläpftlabko-chung nützlich sehn. Zum äußerlichen Gebrauche wendet man sie imAufgüsse, in der Abkochung und auch in Pulvergestalt, mit Schweine-fett zur Salbe gemacht, an. Die Galläpfeltinctur, aus i TH.Gall-äpfel und 6 Th. Alkohol , durch kalte, mehrtägige Maceration bereitet,ist ein unentbehrliches chemisches Reagens.
Die Anwendung der Gallapfel zum technischen Gebrauche, nämlich zumSchwarzfärben und zur Tinte, ist bekannt. ZU der letzteren hat Hagen9 Th. Galläpfel, z Th. reinen Eisenvitriol und einen Theil arabischesGummi als das beste Verhältniß gefunden. Nach einer andern Vorschriftwerden 12 Unzen gestoßener Galläpfel und 4 Unzen Eisenvitriol mit;Maß (ä 48 Unzen) Wasser und einem Maße Weinessig kochend heiß insim-dirt, nach einigen Tagen z Unzen iw in Unzen Wasser aufgelöstes Sene-galgümmi zugesetzt, und diese Mischung Z — 6 Tage bei gelinder Warmehingestellt, worauf sie von dem Bodensatze abgegossen und aufbewahrt wird.Nach Lewis Vorschrift werden 1 Th. Blanholz und z Th. gepulverteGalläpfel mit ig —18 Th. Essig und eben so viel Wasser gekocht, undnach dem Durchseihen mit 1 Th. Eisenvitriol, und 1 — iz Th. arabischemGummi vermischt. Benne r scheidt empfiehlt, 4 Loth Zucker, l6 LothGummi, 12 Loth ordinaire Galläpfel, 20 Loth Campecheholz mit 26 Pfun-den Regenwaffer auf iz Pfunde langsam einzukochen. Die Brühe wirdkochend über 22 Loth getrocknete Wallnußschalen und 2 Loth Gewürznelken,welche in einem irdenen Topfe enthalten sind, gegossen , und das Ganze24 Stunden unter bisweiligem Rühren unvcrdeckt an einem luftigen Orteder Maceration überlassen. Die jetzt durchgeseihte Flüssigkeit wird auf ei-nen Krug gefüllt, in welchem das Pulver von 16 Loth Eisenvitriol und isLoth schwefelsauren Kupfers enthalten sind, und die Tinte ist fertig. NachKemm erich werden 12 Unzen gestoßener Galläpfel mit 4 Unzen Eisenvi-triol und is Pfund sApothekergewicht) Wasser und 4 Pfund (48 Unzen)Weinessig kochend heiß infundirt, nach einigen Tagen 5 Unzen in m Unze»Wasser aufgelöstes Seuegalgummi zugesetzt, und die Mischung 5 —6 Tagebei gelinder Wärme hingestellt, worauf sie von dem Absatz abgegossen undaufbewahrt wird.
OenliANÄ rubr-g. Die Wurzel. Rothe Enzianwlirzcl.
Oentisnu Illtea I^inn. Eine ausdauernde Pflanze der schwei-zer Alpen.
Die Wurzel von der Dicke eines Daumens, oder auch et-