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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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501
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Oeoüroz'a LunlnamenZis 5oi

raucht wieder zur Dicke eines Syrups ab, löst diesen in Weingeist, undsetzt dann Bether hinzu, so wird der syruparcige Zucker reiner abge-schieden , und sein süßer Geschmack ist dann nur noch mit einem schwa-chen Bitter vereint.

Die mit Bether und Alkohol ausgezogenen Enzianwurzeln habendennoch einen bitterlichen Geschmack, welcher von einem kleinen Rück-halte an Gentianin herrührt, der den Wurzeln stark anhängt. Sowohlkaltes als kochendes Wasser lösen daraus nichts weiter, als eine gum-miartige Materie, und der Rückstand ist Holzfaser.

Durch diese Analvse wurden folgende Bestandtheile der Enzianwurzelngefunden: i) eine flüchtige riechende Materie. Diese ist wahrscheinlichein ätherisches Oel ohne Bitterkeit. Das vorsichtig über die Wurzelnabdestillirte Wasser hat einen auffallend widerlichen Geruch und einengering scharfen Geschmack. 2) Gentianin. 3) Eine vogelleimartige Ma-terie, die geruch- und geschmacklos, unlöslich in Wasser, kaltem Wein-geiste, Säuren, und kalischen Laugen ist; kochender starker Weingeist löstdavon eine sehr kleine Menge auf, die aber beim Erkalten wieder darausniederfällt. Sie löst sich in ätherischen und fetten Oelen, und verbindetsich mit Aether in allen Verhältnissen. 4) Eine fette Materie; diesehat alle Eigenschaften der fetten Oele, und löst sich, gleich dem Ricinus-öle, in starkem Weingeiste auf. 5) Eine verheimliche Säure; sie ist insehr kleiner Menge vorhanden, und daher schwer zu bestimmen; wahr-scheinlich ist es Essigsäure, s) Unkrystallisirbarer Zucker. 7) Gummi.?) Eine gelbe färbende Materie, und g) Holzfaser. (Kein Stärkemehl?)

Dem Gehalte an Schleimzucker ist es zuzuschreiben, daß es gelingt,durch Gehrung eine Art Branntwein aus den Enzianwurzeln zu berei-ten, der vorzüglich von den Tyrolerinnen aus den Wurzeln, die sie imFrühjahre auf den steierischcü Alpen sammeln, bereitet, und unter demNamen Enziansgeist verkauft werden soll.

Die frühere Analyse Henry's (siehe oben) ergab auch ein rothgel-bes, scharf und bitter schmeckendes, nach Enzian riechendes, mit einwenig flüchtigem Oele verbundenes Weichharz und etwas Hartbarz.

Das Gentianin äußert keine giftigen Wirkungen, es erregt außerdem bittern Geschmacke nur ein leichtes Gefühl von Hitze im Magen.

2 n der Medicin dient die Gentiana als ein magenstärkendes, toni-sches und Fiebermittel, und wird schicklich im wäßrigen und weinigenAufgüsse, in der Tinctur oder im Ertract, weniger paffend, wegen derüber z betragenden Holzfaser, in Pulverform verordnet.

*660600^« LllrinÄmsusis. Die Rinde. Geoffräermnde.

keosiro)-» Luririamsnsis Lonclt. Ein im südlichen Amerika

häufiger Baum.

Eine dicke Rinde, außerhalb, wo sie oft mit grauen Liche-