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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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507
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Schwefelsaurer Süßholzzucker setzt sich anfangs als eine leichteTrübung ab, sammelt sich dann zu einer etwas zusammenhängendenMasse, die durch Kneten in lauem Wasser, gleich einem halbgeschmolzenenHarze, zusammenhangend und klebrig wird. Er schmeckt, nach völligemAuswaschen, nicht sauer, sondern süß, wie der reine Süßholzzucker, backtaber auf der Zunge zusammen, und löst sich nur langsam im Speichelauf. Von kochendem Wasser wird er aufgelöst, und wenn die Auflösunggesättigt war, so gesteht sie beim Erkalten zu einer zitternden Gallerte.Die Farbe der Auflösung ist hellgelb. In Alkohol aufgelöst, wird er nichtvon Wasser gefällt, und beim Abdampfen der Auflösung bleibt eine durch-scheinende, hellgelbe, ertractarttge Substanz zurück, die nach völligemAustrocknen undurchsichtig und strohgelb wird. Er verbrennt wie derreine Zucker, und hinterläßt keine Spur von Asche. Essigsaurer Süß-hvlzzucker wird wie der vorhergehende niedergeschlagen, dem er ähnlichist; aber in kochendem Wasser ist er viel auflöslicher, und bildet beimErkalten eine steifere Gallerte; beim Eintrocknen hinterläßt er blaffe, fastireiße, süß" schmeckende Schuppen, die sich leicht vorn Gefäß ablösen. MitBasen vereinigt sich dieser Zucker so, daß, wen» man ihn mit einerSäure niedergeschlagen hat und diese mit einer Base abscheidet, der Zu-cker sich mit der im Ueberschuß zugesetzten Base verbindet; es ist dahernothwendig, bei seiner Abscheidung nicht mehr davon zuzusetzen, als zurSättigung der Säure nöthig ist, und zugleich die saure Verbindung in Auf-lösung zu haben, weil die Verbindung des Zuckers mit einer Base seine un-auflösliche Verbindung mit einer Säure nicht zersetzt. Es ist nicht möglich,den Süßholzzucker nach der oben angeführten Methode absolut frei von Alkalizubekommen, weil dieses in Alkohol nicht ganz unauflöslich ist, und mannicht eine geringe Portion der sauren Verbindung in der Auflösung unzer-setzt läßt. Wird Süßholzzucker mit kohlensaurem Kali, kohlensaurer Ba-ryt- oder Kalkerde vermischt und digerirt, so weicht allmälig die Kohlen-säure, indem sich der Zucker mit der Base zu einem in Wasser auflöslichenKörper verbindet, welcher, wenn er keinen Ueberschuß an Base enthält, nursüß schmeckt, und beim Uebergießen mit einer Säure nicht die geringste Spurvon Kohlensäure entwickelt. Diese Verbindungen werden von Wasser leichtaufgelöst, und auch, wiewohl in geringerer Menge, in Alkohol. Sie kry-stallisiren nicht, sondern sehen nach dem Eintrocknen wie Ertracte aus.

Auch mit Salzen verbindet sich der Süßholzzucker; er fällt diemeisten Metallsalze, und diese Niederschläge sind wirkliche Verbindungen mitdem Salze, und geben bei der Zersetzung mit Schwefelwasserstvffgas nichtsoder nur sehr wenig in kaltem Wasser Auflösliches. Tropft man eine Auf-lösung von Süßholzzucker in eine Auflösung von essigsaurem Bleiorpd, mitder Vorsicht, daß das Salz nicht neutral wird, so bekommt man einen Nie-derschlag, der aus Zucker und Bleiorpd besteht, und durch Schwefelwaffer-stoffgas zersetzt werden kann, aber dann das Blei mechanisch zurückhält, sodaß er sich weder bald klärt, noch sich klar filtriren läßt. Dies wäre sonst