Oioanatum
5l!
Menge desselben, nämlich i Th., 120 Th. starken Weingeist beim Erkaltenin einen starren, der Morsellenconsistenz ähnlichen Instand verwandeln kann.Die Auflösung dieses Zuckers wird von den Reagentien eben so wenig, wiedie des gemeinen Zuckers,, afficirt, doch bringen salpetersaure Quecksilber-auflösung, salpeters. und essigs. Bleiauflösung eine leichte Trübung darinhervor. Außerdem enthält die Graswurzel vielen Schleim, Schleimzncker,Schwelst, etwas glutinösen Stoff und einige salzige Bestandtheile.
Die Graswurzel wird zu Vrusttränken, blutreinigcnden Tränken alseröffnendes und kühlendes Mittel in der Abkochung verordnet; häufig imIVIellsgo von L —1 Unze, oder auch als Zusatz zu Kräutersäften. Auchfür das Vieh sind diese Wurzeln, zu Häcksel zerschnitten und bebrüht, sehrnahrhaft; sie werden daher in Neapel als Pferdefutter zu Markte gebracht.
Zur Bindung des Flugsandes und zur Befestigung der Wälle ist dieQuecke sehr nützlich. Die klein zerschnittenen Wurzeln dürfen dazu nur mitHeusaamen vermischt im Herbste ausgesäet werden.
Orsnstum. Die Rinde des Apfels. iVlsliooriuin. Gm-iifltäpfelschale.
kuniea 6ra»atum lünn. Ein im Morgenlande, auch imsüdlichen Europa einheimischer, vorzüglich in Spanien häu-figer Baum.
Die braungelbe, lederartige Rinde der Frucht, oben mit demRudiment des Kelches gekrönt und offenstehend, geruchlos, vonbitterlichem sehr zusammenziehendem Geschmacke.
kunica Orsnaturn Istnn. Gemeine Granate.
Abbild. Hayne Arz. Gew. Bd. X. Taf. 35.sexual. Ll. XII. Orch. 1. Icorsuäria lVIonog^nia.Orä. natursl. IVl^rtaeese sulo. Oranstese Oon.
Der gemeine Granatbaum, welcher wild auch strauchartig, cultivirt,aber mehr baumartig wächst, und eine Höhe von 16 — 1 8 Fuß erreicht,ist in den wärmeren Gegenden in Asien, Afrika und auf den Antillenzu Hause. Er soll von den Römern während der punischen Kriege (wo-her der Name ?umcs) nach Italien gebracht worden seyn, und wächstjetzt auch in andern Ländern des südlichen Europas, in Portugal, Spanien,Frankreich und der Schweiz, au Feldern und Mauern, besonders aber aufKreideboden. In Deutschland wird er in Kübeln gezogen, und in Ge-wächshäusern überwintert, wo er dann gehörig cultivirt und beschnittenin voller Blüthe einen überaus schönen und angenehmen Anblick gewährt.
Die Wurzel ist holzig, der Stamm baumartig und rauh, die Aeste sindwinklig, mehr glatt und mit einer röthlichen Rinde bedeckt. Die Blätterlind gegenüberstehend und abwechselnd, länglich - laucettförmig, sehr glatt.