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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Ol'Änaium

hellglänzend grün. Die fast aufsitzenden, brennend hochrothen Blüthen lie-hen gewöhnlich einzeln zwischen den Blättern und zuweilen an den Endender Zweige zu 2, z oder 4 zusammen. Der Kelch einblättrig, 6 — s -, selten5spaltig,überständig, bleibend, mit dicken spitzen Lappen. Die Kronen 6-g-,selten sblättrig, scharlachroth, die Kronenblätter rundlich - länglich, stumpf,etwas wellenförmig, im Schlunde des Kelches sitzend, so wie die zahlreichenhaarsörmigcn Staubfäden. Die Frucht (der Granatapfel) ist eine fast ku-gelrunde, etwas niedergedrückte, lederartige, vom bleibenden Kelch überzo-gene, vom Kelchsaum gekrönte, verschieden gefärbte, aufplatzende, kürbisar-tige Frucht, welche durch eine horizontale Querscheidewand in 2 Abtheilun-gen getheilt, deren untere zfäcbrig, die obere 6 — 9fächrig ist. In den Fä-chern sitzen die zahlreichen Saamen an den Wänden, von einerbeerenartigenfleischig-saftigen, krystallinisch-glänzenden, nach oben purpurrothen Saameu-decke eingeschlossen. Dieses saftige röthliche Fleisch hat beiden reisen Früch-ten einen leicht weinigen Geruch und angenehm säuerlichen Geschmack.

Dieser schöne Baum blüht im Juli und August, trägt aber bekuns keine Früchte.

Die frischen Schalen sind gelblichröthlich, inwendig gelb, die trocknen !braunröthlich, innen gelb, hart, öfters zerbrochen, gebogen, runzlig, etwasdurchscheinend, liniendick. Die Abkochung giebt mit Eisenvitriol eine schwarzeFarbe. Reu ß (Grindel Jahrb. d. Ph. isio. S. 142.) giebt folgende Be-standtheile an: Tannins»; Schleim 74; Harz 2; orpdirtes Tannin undVerlust 11; Ertracta?; Gallussäure eine Spur.

Die Granatäpfelschale wird gewöhnlich nur äußerlich als adstringiren-des Mittel in der Abkochung verordnet; in den Ländern, wo der Baumeinheimisch und häufig ist, wird sie auch zum Gerben angewandt.

* * Die Granatwurzelrinde Lort. rsflicis Orsnaiorum) ist von Dr.

Gvmez, Leibarzt des Königs von Portugal, als ein vortreffliches Mittelgegen den Bandwurm empfohlen worden. Sie muß von dem wilden Baumegenommen werden, sorgfältig von dem holzigen Theile gereinigt und wohlgetrocknet seyn. Ihre Farbe ist außen aschgrau, innen gelb; benetzt man- sie mit Wasser, und bestreicht Papier damit, so läßt sie darauf gelbe Flecke,die, wenn man schwefelsaures Eisen darauf bringt, dunkelblau werden. Voneiner Säure werden diese Flecke leicht rosenroth, welche Farbe in einem !Augenblicke wieder verschwindet; Kalilösung macht sie gelbbraun. Kaut iman diese Rinde, so färbt sie den Speichel gelb, und läßt im Munde einenzusammenziehenden Geschmack zurück, der nichts Unangenehmes hat.

Die Rinde soll bisweilen mit der Wurzelrinde des Buchsbaums ver-fälscht werden, mit der sie zwar Aehnlichkeit hat, sich aber durch ihrenbittern Geschmack, den die erstere Wurzelrinde nicht hat, unterscheidet. C 0-ft e l hat folgende Unterscheidungszeichen angegeben: das Decoct der Wurzel-rinde des Granatbaumes ist, wenn es nur etwas conecntrirt ist, dunkel-braun, von etwas styptischem Geschmacke, es röthet das Lackmuspapier;Gallertauflösung bringt darin einen gelben Niedcrschlag hervor, und eine