Ousiaeum (I^Znnmtiezins) Zl?
halten geneigt ist. Sie enthält mehr grimmige als harzige Theile. Neu»mann erhielt Harz und wäßriges Ertract.
Das Holz kommt in bedeutend großen Stücken zn nns, die öfters nochmit der Rinde bedeckt und der Quere nach durchsägt sind. Es ist sehrschwer, dicht, harzig, an einzelnen Stellen gelblich, an andern bräunlich-grün; gerieben verbreitet es einen schwachen aber angenehmen Geruch; derGeschmack ist etwas scharf aromatisch. Diese Stücke haben in der Mitteeinen schwärzlichgrüneu geflammten Kern von mehr oder weniger Umfang;von da aus werden sie nach dem Aeußern hin immer hellfarbiger und gelb-licher. Der innere schwärzlichgrüne Theil ist der härteste und schwerste, voneinem spec. Gew. von i,;zz, dabei der harzigste, brenntmit Heller Flammeunter Ausschwitzung von Harz; der gelblichere Theil hat mehr von dembeißend kratzenden Guajakharze. Oft erhält man es auch in Stücken, dieaus den großen: Stämmen oder Aesten der Länge nach geschnitten sind;diese sind, je nachdem sie mehr vom Kerne oder von der Umgebung dessel-ben herrühren, entweder vlivengrün mit dunkler gefärbten Flammen undlänglichen schwarzen Punkten, oder mehr gelblich, ungeflammt, und nurmit einzelnen dunkelgrünen Flecken bezeichnet.
I» den Apotheken gebraucht man die Raspelspähne (Ug5yr-,, 8c--l»ligni Onsiaci), welche in Seestädten von den beim Schiffsbau vorkommen-den Arbeiten abfallen, oder auch in den Zucht - und Werkhäusern Englandsund Hollands verfertigt werden. Dieses geraspelte Guajakhoiz ist von gel-ber Farbe, grünlich oder blaugrünlich gefleckt, und in diesem geraspeltenZustande tritt die bei Guajakharz zn erwähnende grüne Färbung durch denSauerstoff der Luft noch mehr hervor. Die geschmacklosen, weißlichenStücke, welche durch die Dämpfe der salpetrigen Säure keine Spur vonblaugrüner Farbe annehmen, sind verwerflich.
Die Abkochung der Raspelspahne ist gelblich, verändert ihre Farbe ander Luft nicht, wird eben so wenig durch die Salpetersäure in der Far-be verändert, aber nach einiger Zeit getrübt, schlägt die Auflösung desBrechweinsteins und den Galläpfelaufguß nicht nieder, und wird durchZnmischung von schwefelsaurem Eisen nur etwas ins Dunklere verändert.Die Raspelspahne, wie sie im Handel vorkommen, geben weniger Harzund mehr wäßriges Ertract. Neumann aber erhielt harziges undwäßriges Ertract.
Das Guajakholz wird als schweißtreibendes Mittel vorzüglich in der Ab-kochung gebraucht, und macht einen vorzüglichen Bestandtheil der Holzspecies.
Das eigentliche heilige Holz, b.iznum r-wetum, mit welchem das Gua-iakholz oft verwechselt wird, kommt von 6-ussscum rsnctum Oinn., einemgleichfalls auf den westindischen Inseln wachsenden Baume. Dieses Holzist blaßgelb, leichter und nicht so wirksam als das achte Guajakholz.
6ug)souin. kesins nstivs. Gustjakhürz,
Ei» an der Luft erhärteter Saft von Ousjaevi» aslioin»!«