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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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6u«)scum (Regina)

I^inn., entweder von selbst, oder aus dem verwundetenBaume ausschwitzend.

Ein Harz in unförmlichen Stücken, bräunlich-grünlich, glän-zend, fast durchscheinend, zerreibllch, zerrieben von weißlicherFarbe, von einem süßlich-bittern, scharfen Geschmacke, aufKehlen geworfen einen nicht uüangenehmen Geruch verbreitend.Das ächte mit Mimosengummi und Wässer gerieben und derLuft ausgesetzt, wird bläulich gefärbt.

Das natürliche Guajakbarz, welches schon seit dem Anfange des istenJahrhunderts in Europa als Heilmittel angewendet wird, ist das vor-züglich aus den alten Gnajakbäumen von selbst aus der aufspringendenRinde oder aus künstlich gemachten Einschnitten ausschwitzende, erhärteteHarz. Es kommt in unförmlichen, großen, harten Stücken zu uns, anwelchen oft noch Stücke der Rinde hängen. Auf der äußern-, der Ein-wirkung der Lust ausgesetzt gewesenen Oberfläche zeigt es gewöhnlich einedunkel pistaciengrüne Farbe, und an der abgeriebenen Stelle "ist es selbstmit einem dergleichen grünlichen Pulver bedeckt. Diese grünliche Farbezieht sich auch wohl durch Klüfte und Riffe in das Innere hinein. Dieeigentliche Farbe dieses Harzes ist aber die röthlichbranne oder auch gelb-braun-grünliche. Dabei ist es durchscheinend, ins Durchsichtige überge-hend, auf dem Bruche glänzend, theils muschlig, theils splittrig, und dieSplitter sind theils gelblichgrün, theils röthlichbraun und durchsichtig;es ist spröde, leicht zerreiblich, von einem süßlichbittern, dabei aber beson-ders im Scblunde merklich scharfen und kratzenden Geschmacke, und einemeigenthümlichen balsamischen Gerüche, der aber nur in der Wärme, undbesonders wenn es auf glühende Kohlen geworfen wird, in dem dadurchentstehenden, die Lungen stark reizenden Rauche sehr merklich ist. Es er-weicht nicht in der Hand, wird aber beim Kauen zähe. Das spec. Gew. istnachPfafflSyst. d. lVlut.mefl. IN. S. 118.) i, 205 , nach B r a n d e 1,228.(Berl.Jahrb. auf d. 1 .1808. S. 9 t.; Trommsd. I. XVIII. S. 21m)Das. Pulver ist graulichweiß, und wird durch die Einwirkung derLuft grünlich.

Der eigenthümlichste Charakter des Guajakharzes ist die Farbenände-rung, die es durch Einwirkung des Lichts und der Luft erleidet. Hierhergehört das Grünwerden des mit Guajaktinctur befeuchteten Papiers, desGuajakpulvers, das allmälige Grünwerden der Mirturen, in welchen Gua-jakharz vermittelst arabischen Gummis vertheilt ist. Daß aber hierbei nichtsowohl das Licht, als vielmehr der Sauerstoff der Luft wirksam sey, er-hellet aus den Versuchen vonBrande undW 0 llast 0 n (Gilbert's An-nal. XXXIX. S. 294 .; Buchn. Repert. IN. S. 281 .). Nach Brandefärbte sich das Guajakpulver im Sauerstoffgase auch im Dunkeln grün,nach W 0 llast 0 n hingegen nur bei Zutritt des farblosen oder des vio-