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bald unrein, und dem Kalkstein ähnlich sind. Die Mineralogen unterschei-den nach der verschiedenen Krystallform den Anhydrit oder prismatischenGyps, den Selenit oder spathigen Gyps, den blättrigen gekörnten Typs,dichten GvpL, saftigen Gyps u. s. w. Au dem spathigen Gyps gehört dasMrienglas, Fraueneis (Olscies lVIsrise, O-pift ,pecuk-„-ft), so genannt,iml es in alten Zeiten in Rußland, wo es in großer Menge vorhanden ist,mich jetzt noch, zu Fensterglas gebraucht worden ist. Es ist grau, weißund gelb, zuweilen Regenbogenfarben spielend, in dünnen Stücken biegsam,aber unelastisch. Spec. Schwere 2,5. Bestandtheile desselben sind nachBucholz: 55,9 Kalk, 45,s Schwefelsäure, 21,0 Wasser und 1,2 Verlust.Wenn die bläitrigen und dichten Gypse rein und im Stande sind, eine gutePolitur anzunehmen, so werden sie von den Künstlern Alabaster genannt,und zu Bildsäulen und Gefäßen verarbeitet. Die gröbern Sorten werdendurch Brennen in den sogenannten Gyps verwandelt. Bei diesem Brennenverliert der natürliche schwefelsaure Kalk sein Wasser, blättert sich auf, zer-fällt und bildet dann, wenn er im gepulverten Zustande wieder mit Wassereingerührt wird, anfangs einen Teig, der aber bald erhärtet, indem dasWasser in den festen Zustand des Krystallwassers übergeht, wobei Wärmefrei wird. Der zu stark gebrannte Gyps und der Wasserleere natürlicheGyps, Anhydrit, verbinden sich nur höchst langsam mit dem Wasser. DerAnhydrit hat daher auch ein spec. Gew. von 2,98 und besteht aus 41,75Kalk, 55 Schwefelsäure und 1,0 salzsaurem Natron, er blättert sich daherauch nicht im Feuer auf und zerfällt nicht.
Diese Verbindung der Kalkerde mit der Schwefelsäure wird aber auchsehr häufig bei chemischen Operationen gebildet, und erscheint dann als einweißes Pulver, doch kann er auch aus der wäßrigen Lösung durch langsa-mes Verdampfen in Nadeln angeschossen erhalten werden. Der Gyps löstsich nämlich in 460 kalten und eben so viel heißen Wassers auf. Die Auf-lösung hat einen schwachen faden Geschmack. Bestandtheile nach Bucholz:Kalk Lz; Schwefelsaure 46; Wasser 21. Im wasserleeren Zustande nachBerzeliusÄalk 42; Schwefelsäure58.
Der gebrannte Gyps wird häufig angewendet, um anatomische undandere Figuren, welche zum Schmucke dienen sollen, abzumodelliren, fernerzu Stnccaturarbciten u. s. w. In der Pharmacie wird er zum Kitten undLutiren benutzt.
Ueäer-a terrestris. Das Kraut. Gundermannkraut.kleelroms KetlsracsL IInn. Eine ausdauernde in Deutsch-land sehr häufige Pflanze.
Das blühende Kraut, mit entgegengesetzten, gestielten, nie-renförmigen, gekerbten, ein wenig haarigen Blättern, von bitter-lichem , etwas gewürzhastem Geschmacke. Im Monat April undMai einzusammeln.