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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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so lange es von den Blutegeln roth gefärbt wird, aus den vorhin an-geführten Gründen nothwendig bleibt. Sonst hat Hr. gier Blutegelwährend eines halben Jahres in demselben Wasser aufbewahrt, so daßsich bereits seit langer geit die vegetabilische grüne Materie gebildet undalle Wände des Gefäßes überzogen hatte, und dennoch lebten die Thiereim besten Wohlseyn fort. Auch scheint den Thieren die Art nicht gleich-gültig zu seyn, wie man ihnen das Wasser giebt, denn es sterben beiweitem mehrere, wenn man das Wasser mit einer gewissen Heftigkeitvon oben herab auf sie fallen läßt, als wenn man dasselbe vermittelsteiner Röhre an den Boden des Gefäßes leitet, so daß die Thiere zuerstvon unten durch das Wasser berührt werden.

In Gefäßen von ino Quart Inhalt halten sich zono Thiere der mitt-lern Größe recht gut, wenn man das Wasser wöchentlich erneuert, was je-doch in den ersten Wochen, wie erwähnt, öfter geschehen muß. Das frischeWasser muß aber kaum bis 2 Grad weniger Wärme haben, als dasjenige,welches man den Thieren nimmt. Der schnelle Wechsel der Temperatur istden Blutegeln viel nachtheiliger, als eine allmälig eintretende Frostkälte.Es ist daher gut, das den Thieren zu reichende Wasser Tags zuvor dichtneben sie stellen zu lassen. Wird Wasser, in welchem die Blutegel wahrenddes Gefriereus des Wassers erstarrt sind, behutsam, z. B. im Keller wie-der aufgethauet, so erwachen auch die Blutegel aus ihrem starren Zustande.Auf die den Blutegeln zuträgliche Temperatür hat auch F lashvsf (Dran-des's Archiv. XX!I. S. 16Z.) aufmerksam gemacht.

Unter allem Wasser ist dasjenige am angemessensten, welches ausBrüchen kommt, oder auS einem Moorboden, während seines Laufesaber sich im sandigen Bette reinigte. Doch schadet auch das Brunnen-wasser und namentlich dann nicht, wenn das Bette des BrunnensMergel oder Kiessand ist, und also der Brunnen bedeutend tief steht.Bei Anwendung des Flnßmaffers hat man dahin zu sehen , daß dasselbegeschöpft wird, bevor es dem Orte, durch welchen es fließt, ganz nahekommt; denn wo Färbereien, Lohgerbereien und dergl. bestehen, vergif-tet der Zufluß der Farbe- und anderer Brühen das Flußwasser oft sosehr und so schnell, daß die Blutegel, welche sich bisher in dein Wasserdesselben Flusses recht wohl befanden, plötzlich sterben.

Hr. Bvschner, Wundarzt in Coburg (Hvrn's Archiv. Januar undFebruar. 1825. S. 32.), bringt in ein aus welchem Holze, nie aus Eichen-holz, angefertigtes Gefäß, welches 2 Eimer Flüssigkeit halten kann, svoBlutegel. Das Erneuern des wöchentlich 1 bis 2mal langsam abgelassenenWassers geschieht, mittelst eines bis auf den Grund des Gefäßes reichendenTrichters, vorsichtig und langsam. In das Wasser werden mehrere großeoder kleine Kalmuswurzeln gelegt, an welche sich die meisten Blutegel an-setzen, und sich sogar einbohren.

Hr. Andrer (Buchn. Nepert. XXVIII. 1828. S. 2Z0.) bewahrt dieBlutegel in einem konischen Fasse, auf Z ziemlich hohen Füßen stehend, da-