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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Auch Günther (Froriep's Notizen. XVIlt. S. 525.) zog dieBlutegel im Freien in mit Torf belegtem Kasten, in welche man auchmehrere Wasserpflanzen mit der Wurzel einsetzte, wo sich diese Thiereaußerordentlich frisch und munter zeigten, und vorzüglich die Wurzelndes Lslsmur zu lieben schienen. Die jungen auf solche Weise erzogenenBlutegel bissen rasch an und sogen sehr kräftig.

Ueber die Fortpflanzung und Anatomie der Blutegel sind zu ver-gleichen die Abhandlungen von Achard, Virey, Pelletier undHuzar-d in dem angeführten XXII/. Hefte des Buchner'schen Re-pertoriums. Auch Chatelain (Froriep's Notizen. XXX. S. irg.>theilt Beobachtungen über die Begattung dieser Thiere mit. Dieselbeerfolgt, nach dem Vers, zu Ende Juli und August, worauf man in derGegend der Geschlechtstheile eine Austreibung durch Anhäufung der Eierbemerkt. Bei einigen Arten kommen die Eier in dem mütterlichen Kör-per aus, bei den andern werden die Jungen außer dem mütterlichenKörper mit einer gewissen Quantität Nahrungsstoff in einer Hülle ent-wickelt, durch welche sie geschützt sind. Einige Hirudineen, z. B. ?»«'-ola m-lrginsls und LIeprink Lsrense u. s. w., sind lebendig gebärend,und man sieht die Jungen in dem Körper der Mutter eingeschlossen sichentwickeln. Die eigentlichen Blutegel sind einlegend; sie legen eine ei-förmige Masse, Kapsel oder Cocon genannt. Wenn die jungen Blutegelhinlänglich ausgebildet sind, so drängen sie sich gegen die Enden desCocons, und kommen oft in ziemlich langen Zwischenräumen zum Vorschein.

Diesen Angaben ist von einem andern Beobachter, Themoline zuMarseille, (Geig. Magazin. r8L8. Juni. S. Zig.) widersprochen worden.Hier wird angegeben, daß die Begattung der Blutegel 15 — 18 Stunde»daure. Dann sollen einen Monat laug die Blutegel unruhig und leidendscheinen. Nach einiger Zeit ereignete sich, nach Themo line's Angabt,eine Metamorphose, welche der der Kochenille und des Kermes ähnlich ist-Der befruchtete Blutegel zog sich so zusammen, daß er etwa den Durchmessereiner Olive hatte (von welcher Größe nämlich die Cocons sind. D.). All-mälig bedeckte sich seine Spitze mit einer Art von Flaum, welche nach undnach lederartig wie Pergament wurde. Alle Bewegung hörte in dem Thiereauf, welches sich in eine Art von Cocon verwandelte. Die junge Brütnährte sich von seinem Safte, und drang nach etwa 5 Monaten durch eineOeffnung hervor, welche vormals die Mundöffnung der Mutter war. JedeBrüt ist zwischen 9 bis 15 stark. Hiernach würde also der Blutegel wedereierlegend noch lebendig gebärend sepn.

Nach Brossat (Brandes's Archiv. V. S. 250.) unterliegen die Blut-egel folgenden drei, gleichsam epidemischen Krankheiten: t) die metallischeKrankheit. Die Blutegel bekommen ein besonderes Ansehen und Knote».Die Krankheit stellt sich meistens vorn März bis Ende Mais ein, unddau wt 11 Tage: nur wenige überleben sie. Behandlung: Ma» bringt diekranken Blutegel in poröse irdene Gefäße, die aus einem Gemische voir