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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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550
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55o H^är-ai'F^l'uin

Metalls den Priestern von Memphis (die Griechen holten nämlich ihreKenntnisse aus Aegypten) zu verdanken gehabt habe. Dasselbe wird vonAristoteles erwähnt, der auch noch bei einer andern Gelegenheitdas Quecksilber anführt. Theo» h rastus Eresius beschreibt eineMethode, das Quecksilber aus dem Zinnober durch Reiben mit Essig ineinem kupfernen Mörser zu scheiden.

Jetzt befolgt man folgendes Verfahren. Die Quecksilbererze werdenbald in Retorten oder Töpfen, bald in besondern Oefen, in denen sieunmittelbar vom Flammenfeuer berührt werden, destillirt. Der Schwefelwird dem Quecksilber entweder durch beigefügten ungelöschten Kalk oderHammerschlag, oder durchs Verbrennen desselben vermittelst der hinzu-tretenden Luft entzogen; die Quecksilberdämpfe werden in Vorlagen, oderin langen Canälen oder in Kammern verdichtet. Im Aweibrückenschen,wo die Scheidung des Quecksilbers am vollkommensten bewirkt wird, wirddas gepochte Erz mit ungelöschtem Kalke aus eisernen Retorten in glä-serne Vorlagen überdestillirt. Das Quecksilber wird von hier in großenFlaschen von geschmiedetem Eisen ausgeführt, die mit einer wohl schlie-ßenden eisernen Schraube verschlossen sind, und circa 70 Pfund halten.In Spanien wird das Erz in eigenen Oefen geröstet, wobei der Schwefelverbrennt, und das Quecksilber in Dämpfe verwandelt wird, die inAludclnaufgefangen werden, welche so gestellt sind, daß die Dämpfe darin conden-sirt werden können. Diese Operation bewirkt eine Ersparung an Brennma-terial, aber es geht viel Quecksilber verloren. Aus Spanien kommt dasQuecksilber in Säcken von Schaaffellen, wovon 2 —^ in einander gelegt sind.

Das so gewonnene Quecksilber ist nicht völlig rein; es wird aberauch zuweilen noch absichtlich aus Gewinnsucht durch Blei oder Zinn,unter Vermittlung des Wismuths, das vorher mit dem Blei oder Zinnzusammengeschmolzen worden, verunreinigt. Ein auf solche Weise ver-unreinigtes Quecksilber giebt sich schon gewöhnlich durch seine äußernEigenschaften zu erkennen, denn es hat keine so glänzende Oberfläche wiedas reine; auf Papier geschüttet ist es nicht leicht flüssig, zieht sich viel-mehr in länglichrunde Lheilchen mit einem Schwänze und hinterläßtauf dem Papier einen schwärzlichen Staub; die Kügelchen vereinigen sichnur langsam, und schmutzen die Finger ab, wogegen ein reines Queck-silber leicht fließt, sich in kleine Kügelchen zertheilt, die sich leicht wie-der vereinigen, und keinen Schmutz hinterlassen.

Die Gegenwart der das Quecksilber verunreinigenden Metalle wirdauf folgende Weise nachgewiesen. Das Blei wird von dem mit einemsolchen Quecksilber digerirten Essig aufgelöst, ertheilt diesem einen WenGeschmack, und schwefelwafferstoffhaltiges Wasser schlägt Schwefelblei nie-der. Das beigemischte Zinn wird von der darauf gegossenen Salpeter-säure zu einem weißen Kalke zerfressen, und macht die Flüssigkeit milchig-Wismuth wird zwar mit dem Quecksilber zugleich aufgelöst, aber durchzugesetztes Wasser als Wismuthnicdcrschlag in Form eines weißen M-