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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Ein aromatisches Kraut, mit viereckigem Stengel, gegenüber-stehenden, lancettförmigen, sitzenden, ganzrandigen, unbehaarkmBlattern, fünfzähnigen Kelchen, fast rachenförmigen blauenBlumenkronen und abstehenden Staubgefäßen. Im Monat Mai

einzusammeln.

oskeinalis I_ini>. Gemeiner Usop.

Abbild. Düsseld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. VIII. Taf.Z.

Hayne Arzn. Gew. Bd. VI. Taf. 18 .

8^-51. rexusl. 61. XIV. Orck. I. Dicl^-nsinia O^mnorponnis.

Orcl. natural. I.sl>islae.

Diese ausdauernde Pflanze wächst in verschiedenen Gegenden Deutsch-lands, in Italien, Frankreich, der Schweiz und Sibirien rc., auf nie-drigen Alpen, in bergigen Gegenden wild, und wird häufig in unsernGärten gezogen.

Die Wurzel ist schwarz, hart, holzig, zaserig, fast von der Dickeeines Fingers, und treibt mehrere aufrechte, fast strauchartige, etwasästige, viereckige, 1 — 2 Fuß hohe Stengel. Die gegenüberstehenden,stiellosen, lebhaft grünen Blätter sind oben glatt und unten scharfMk-tirt; auch giebt es eine Spielart mit vierzählig kreuzenden, lancettför-migen Blättern. Die dunkelblauen, zuweilen rothen oder weißen Blu-men sind größtentheils nach einer Seite gewendet, kurzgestielt, in denobern Vlaltwinkeln büschelförmig vereinigt, und bilden so zusammenan dem Ende der Stengel aufrechte, etwas quirlfvrmige, einseitige, be-blätterte Sichren. Der Kelch ist einblättrig, röhrig; die Krone einblätt-rig und racbenförmig; die Oberlippe flach, kurz, eingeschuitten, dieUnterlippe dreispaltig, mit zwei stumpfen Lappen an den Seiten, undeinem größeren, umgekehrt-herzförmigen Lappen in der Mitte.

Die Pflanze blüht im Juni bis August, und wird vor dem völli-gen Aufbrechen der Blüthen eingesammelt. Sie besitzt einen angenehmgewnrzhaften Geruch und aromatischen, erwärmenden, etwas bittemGeschmack. Sie enthält viel flüchtiges Oel, besonders zur Zeit der Blü-the. Hierin liegt auch vorzüglich die Wirksamkeit des Krautes. SechsPfunde desselben geben bis zu einer Unze eines gelblichen Oels, dessenFarbe sich mit der Zeit ins Rothe verändert, von einem sehr scharfen,etwas campherartigen Usopgeschmacke.

Der wäßrige Aufguß ist röthlich, schwach aromatisch campherartig,bitterlich, und wird von schwefelsaurem Eisen grünlichbraun.

Man gebraucht den Mop im Theeaufgusse gegen Verschleimung derBrust, im destillirten Wasser, häufiger noch zu Fomentationen b»Quetschungen und zu Umschlägen.

Diese Pflanze behält nur ihre Kraft, wenn sie auf mergelartigemsteinigem der Mittagssonne ausgesetztem Boden angebaut wird; ausgutgedüngtem Boden angebaut riecht und schmeckt sie schwächer.