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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Tinctur durchgeseiht, mit Ammoniak übersättigt, und die Mischung starkgeschüttelt, worauf sich sogleich ein sandiger Niederschlag und an den Sei-ten des Gefäßes wenige Krystalle bilden. Beide werden gesammelt und mitdestillirtem Wasser ausgewaschen, von neuem in einer geringen Quantitätconcentrirter Essigsäure aufgelöst, und durch Ammoniak im Ueberschusse prä-cipitirt, wobei das Jalapin in kleinen weißen nadelförmigen Krystallen sichniederschlägt. Es hat keinen merklichen Geruch oder Geschmack, scheint spe-cifisch leichter als andere (ähnliche) Alkalien aus dieser Classe, in kaltemWasser ist es schwer oder nicht auflöslich, in heißem nur wenig auflöslich;Aether agirt nicht darauf; der Alkohol ist das eigentliche Auflösungs-mittel. Leicht werden der Ertractiv - oder Farbestoff davon getrennt, mitwelchen es in geringer Verwandtschaft zu stehen scheint. Aus einer Unzekann man s Gran erhalten. Es ist aber von mir (Berl. Jahrb. XXVll.1. 1825 . S. 41 .) gezeigt worden, daß kein Alkaloid in der Jalapemvurzelenthalten, sondern Hume's Jalapin eine Zusammensetzung aus dem Jala-penharze und der zur Ertraction angewandten Essigsäure ist, welche beideStoffe Verbindungen in verschiedenen Verhältnissen eingehen können. NachUntersuchungen von Schweinsberg ist das nach Hume's Verfahre»dargestellte Jalapin eine Zusammensetzung aus schwefelsaurer Magnesia mitschwefelst Ammoniak in Verbindung mit etwas Phosphorsäure und Spure»von Kalk. (Geiger's Magazin. Mai 1828. S. 148.) Dieses Jalapin kamaber nicht die Eigenschaften zeigen, die ihm von Hume beigelegt worden.

Auch Pelletier hat versucht, jedoch ohne Erfolg, aus demJalapcn-harze den eigentlich abführenden Stoff abzuscheiden, indem nach seiner Mei-nung fast alle Harze diese Eigenschaft besitzen müßten.

Die Jalapemvurzel wird als kräftiges Abführungsmittel in Pulverformzu 20 — 30 Gran, oder auch in der geistigen Tincrur (Vinci. ll-llspsi- -e»cstliarlma) zu zji gegeben, und auch zur Bereitung des Jalapenharzesgebraucht.

icKtiK^oooHs 86u Oolls?i8c!um. Hliusenblase.

Sie wird aus den Eingeweiden, vorzüglich aus der Schwimm-blase des ^oiponsor 8turio oder stsllatu» oderbluso b/inn.)Bewohnendes caspischen Meeres, bereitet.

Dünne, zusammengerollte oder flache, durchscheinende, Miß-liche, zähe Lamellen, in Wasser und verdünntem Weingeiste fastganz auflöslich.

Mehrere der zur Gattung der -lcipen-er gehörigen Fische, als derStör, der Hausen rc., die auch ein schmackhaftes Fleisch haben, und ausderen zahlreichen Rogen man den Caviar macht, geben die Hausenblase.Die beste wird in Rußland aus der Schwimmblase des Hausens bereitet.Dieser Fisch ist sehr gemein in der Wolga, so wie in den übrigen Flüssen,