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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Jalap«

Meter Eiweißstoff verhielt. Die durchfiltrirre Flüssigkeit wurde zur Er-tractdicke abgedampft; das braungefärbte, beinahe trockne Ertract zog dieFeuchtigkeit aus der Lust an, hatte einen salzigen, nicht unangenehmen Ge-schmack, röthete die Lackmustinctur, und gab an den Alkohol eine geringeMenge gefärbter Substanz und salzsanren Kalk ab, worauf das rückstän-dige Ertracr getrocknet nicht weiter Feuchtigkeit anzog.

loo Grammen gaben auf diese Art zerlegt: Harz 10,0; wäßriges Er-tract 44,0; Stärkemehl 2,5 ; Eiweißstoff 2,s; holzige Substanz 2S,o;Verlust 12,0. Die Asche von 100 Th. Jalapenwurzel enthalt: salzs. Kali1,822; salzs. Kalk o,c» 4 o; Phosphors. Kalk 0 , 804 ; basisches kohlens. Kalio,z? 6 ; kohlens. Kalk 0,400; Eisen 0,020; Kieselerde 0,540. Pfaff ver-muthet nach der Analogie auch Kupferoryd.

Nach einer Analyse von Gerber (Brandes's Archiv XXI. S. 19 Z )bestehen 500 Gran Jalapenwurzel aus: Wasser: 24,0; Stärkemehl zo,o;Eiweißstoff 15 , 5 ; Gummi mit äpfels., Phosphors, und schwefelst Kalk 78,o;gelind kratzendem Ertractivstoff mit etwas salzs. Kalk und essigst Kali 89 , 5 ;Aepfelsäure, theils freie, theils an Kalk und Kali gebunden 12,0; Schleim-zucker g,z; salzs. Kalk 4 , 5 ; salzs. Kali 2 , 5 ; Hartharz zg,o; Weichharz 16,0;Phosphors. Magnesia 6,5; Phosphors. Kalk 2,0; Bafforin i,s; kohlens. (DKalk 1,5; verhärtetem Eiweiß«; gummigemErtractivstoff7,2;Farbestoff,welcher durch kohlens. Kali schön roth gefärbt wird, Spuren; Holzfaser4 ,i; Verlust 2,5.

Planche (Trommsd. I. XXIV. 2. S. so.) beabsichtigte bei seinerBearbeitung der Jalapenwurzel vorzüglich eine wohlfeilere Bereitung desJalapenharzes, ohne jedoch seinen Zweck zk erreichen. Er bemerkte hierbei,daß das Wasser aus dem innern holzigen Theile der Wurzel alle Farbe aus-gezogen hatte, während der Rindentheil seine braune Farbe noch beibehielt.Er zog daher aus jedem dieser Theile das Harz besonders aus, erhielt ausjenem ein beinahe weißes, aus diesem ein braungefärbtes Harz. Diesesverdankt also seine Farbe einem eigenen braunfärbenden Stoffe, der nur inder Rinde seinen Sitz hat. Dieser Farbestoff kann aber dem Harze auchdurch Behandlung der geistigen Auflösung mit thierischer Kohle entzogen,Md das Harz völlig entfärbt werden, wie Hr. vr. Ph. Martius gezeigtHut, und wie eine mir gütigst mitgetheilte Probe augenscheinlich macht.Das Harz ist hierdurch wesentlich nicht verändert. Anders möchte aberwohl der Erfolg seyn, wenn, wie van Mons gethan hat, Chlor als Ent-färbungsmittel angewandt worden, wodurch ein durchscheinendes aber nichtganz weißes Harz erhalten worden war.

Trommsdorff erhieltgewöhnlich aus 20Pfunden Z2 bis 58 UnzenHarz; ich erhielt meistens aus einem Pfunde zwei Unzen.

Hume (Scbw. N. I. Xlll. S. 481 .) will in der Jalapenwurzelein Alkaloid entdeckt haben, das erIalapin nennt. Aur Darstellung dessel-ben giebt er folgendes Verfahren an: Grobgepulverte Jalape wird 12 oder14 Tage mit starker Essigsaure macerirt, die dadurch erhaltene gelbgefärbce

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