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Die Wurzel liegt schief oder fast horizontal in der Erde, und bestehtaus einem walzenförmigen Wurzelstocke, der in eine allmälig sich ver-dünnende Hauptwurzel von hellerer Farbe ausläust; aus ihm kommenkriechende Ausläufer hervor. Der Stengel ist aufrecht, 2 — 5 Fuß hoch,rund und glatt- Die Wurzelblätter stehen aufrecht auf runden, hohlen,glatten und gestreiften, ungefähr 6 — 10 Zoll langen Blattstielen; siesind doppelt dreizählig; die Blättchen sind scharf gezahnt, blaßgrün undetwas runzlig. Die untern Stengelblätter sind den Wurzelblättern gleich,nur kleiner, die obersten Blätter sitzen unmittelbar auf. An der Spitzedes Stengels bildet sich eine große, flache, vielstrahlige und vielblätt-rige Dolde mit zwei gewöhnlich unvollkommnen Seitendolden. Die Blü-then sind'weiß oder röthlich. Frucht: 2Akeuen, flach zusammengedrückt,fast kreisrund, an der Spitze und an der Basis ausgeraubet, auf demRücken mit z Nivpen und 4 Striemen, am Rande häutig.
Diese Pflanze blüht im Juni und Juli.
Die getrocknete Wurzel erhalten wir gewöhnlich in fingerslangen, et-was zusammengedrückten Stücken; außen geringelt, knotig, graulichbraun,im Innern schmutzigweiß, oder gelblich, mit zahlreichen eigenen Gefäßenunter der Epidermis versehen, welche ein ätherisches Oel, beim Druckmit dem Nagel hervortretend, oder bei den ältern Wurzeln eine scharf-aromatische harzartige Substanz enthalten, daher solche Wurzeln beieinem Qucrdurchschnitte viele glänzende Punkte erkennen, und bei demDrucke mit dem Nagel weniger Oel hervortreten lassen. Diesen Bestand-theilen verdankt die Wurzel ihren durchdringenden, starken, eigenthümli-chen, etwas der Angelica ähnlichen Geruch und Geschmack. Durchs Alterwird die Wurzel wurmstichig, und schwach an Gerüche und Geschmacke.
Die Wurzel ist im Spätherbste am kräftigsten, und enthält danneinen weißen Milchsaft, der gelblich wird. 16 Unzen geben bei der De-stillation mit Wasser i Quentchen ätherisches Oel.
Die Anwendung dieser kräftigen Wurzel ist jetzt größtentheils aufdie Thierheilkunde beschränkt; in der neuesten Zeit ist sie von Mylius(Harleß Rheinische Jahrbücher VII. 1. S. 15g.), im geistigen Auszugemit Schweinefett zur Salbe gemischt, äußerlich, auch innerlich beimGesichtskrebs empfohlen worden.
** Indigo. Indigo.
Inckigotera iincioi-ia Oinn. Gemeine Indigopflanze.
Spnon. Incligosera inäica Oamb.
8 ^-st. sexual. LI. XVII. Orst. 4 - Oi'aclelpdia Oecanüria.
Orst. nalursl. Oeguminosae. HHb. Ootese.
Diese Pflanze ist in Ostindien einheimisch, von wo sie nach Amerika undWestindien verpflanzt worden ist; sie wird aber auch mit Fleiß angebaut.
Der Stengel ist an 2 Fuß hoch. Die Blätter sind gefiedert, die Blatt-