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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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574
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triolöl, niedersinken, nicht schmelzbar sind, sich aber im Feuer größtenteilsunzersetzt mit purpurnen Dampfen verflüchtigen.

Der Indigo löst sich in kaltem Vilriolöl mit schön blauer Farbe auf.Vier Drachmen nordhäuser Vitriolöl mit einer Drachme fein zerriebenemIndigo bilden unter Wärmeentwicklung und Aufschwellen einen schwarz-blauen Sprup, der sich nach einigen Stunden mit blauer Farbe in Wasserauflöst. Englische Schwefelsäure erfodert 12—24 Stunden dauernde Berüh-rung und Schütteln, beim Rühren und Schütteln der Masse wird der In-digo als ein blaues Pulver gefällt, das sich nach Bucholz (Gehlen'sZ.III. S.5.)auch nicht mehr in rauchendem Vitriolöle auflöst, nach Gmelinjedoch von reinem Wasser mit blauer Farbe aufgelöst wird. Die wasserfreieSchwefelsäure wirkt besonders kräftig, so daß ein Zusatz von nordhäuserVitriolöl zu englischer Schwefelsäure die Auflösungskraft der letzteren sehrbefördert. Wird die schwefelsaure Indigoauflvsung mit kohlensaurem Kali(oder Kalke) neutralisirt, so bleibt sie blau und läßt nur einen Theil desveränderten Indigos, den Crum (Schw. N. I. Vllk. igzz. S. 22.) Cv-rulin nennt, als ein blaues Pulver, blauen Karmin, fallen. Die Ver-bindung des Indigos mit der Schwefelsäure kann also dnrch die Alkalienund alkalischen Erden nur zum geringen Theile zersetzt werden. Eine ganzgleiche Fällung bewirken aber auch mehrere Neutralsalze, als Salmiak, Koch-salz, Glaubersalz, Alaun rc.

Wird die Einwirkung der Schwefelsäure auf den Indigo unterbrochen,so entsteht nach Crum eine neue Substanz, von ihm Phönicin genannt,welche durch Zusatz eines'Salzes, als salzsauren Kalis, mit schöner pnr-purrother Farbe präcipitirt wird. Auch durch Alkohol wird nach Cnnndie Wirkung der Schwefelsäure auf merkwürdige Weise modificirt, nämlichdie Farbe des Indigos wird in Gelb umgeändert, und die Auflösung kanndurch starkes Papier filtrirt werden; der Indigo wird nämlich durch denAlkohol iu reducirten oder ungefärbten Indigo verwandelt.

Der Indigo ist unauflöslich in Wasser, verdünnter Schwefelsäure,Salzsäure und den übrigen, den Indigo nicht zersetzenden Säuren, in denwäßrigen Alkalien, Aether und flüchtigen Oelen. Erhitzter Weingeist löstnach Chevreul eine geringe Menge mit schön blauer Farbe auf; beimErkalten fällt er aber allmälig fast vollständig nieder. Mit reinem Kaliund Natron giebt der Indigo eine blaue, allmälig ins Grüne und Farbloseübergehende Lösung. Der Indigo wird aber in den Zustand des farblosenIndigos durch solche Stoffe übergeführt, welche ihm Sauerstoffentziehen,als Wafferstoff(P leischl in Schw. I.XXV. S. zg5.),Hvdrothivnsimre,hpdrothionsaures Ammoniak, Schwefelarsen, Eisenvitriol, salzsaures Zinn-vrydul, und andere der Fäulniß fähige organische Substanzen, als Waid,Wau, Kleie rc. Da nun der Indigo in diesem Zustande mit Alkalien sichverbindet, sich mithin hier, wo ihm durch die genannten Stoffe Sauerstoffentzogen worden ist, wie eine Säure verhält, so erhält er als Dasein derschwefelsauren Auflösung mehr Sauerstoff, wie als Säure (Thomson in