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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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575
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Inäi'^o 5?5

Schw. N. I. I. S. 482.X Döbereiner (Schw. I. XXVI. S. 268.)erklärte den ungefärbten Indigo für eine Wasserstoffsäure, Jsatinsäure, derBlausäure analog, deren Wasserstoff sich mit dem Sauerstoffe aus der at-mosphärischen Lust verbinde, wodurch der blaue Indigo wieder abgeschie-den werde. Liebig hat aber gezeigt, daß der ungefärbte Indigo an Ge-wicht zunimmt, wenn er wieder zu blauem wird. Hat der grüngefärbteIndigo Gelegenheit Sauerstoff anzuziehen, so nimmt er wieder die blaueFarbe an. Auf diese Eigenschaft gründet sich die Art und Weise, wol-lene und baumwollene Aeuche dauerhaft blau zu färben. Man bringtden Indigo nämlich mit Pflanzenstoffeu, die ihm durch eine anfangen-de faule Währung Sauerstoff entziehen, oder mit Metallsalzen auf derniedrigsten Orydationsstufe in Begleitung von Alaun, in Berührung,so daß der durch diese Mittel desorydirte und aufgelöste Indigo einegrüne Brühe bildet. Sobald die damit gefärbten Zeuche der Luft aus-gesetzt werden, nehmen sie eine dauerhafte blaue Farbe an, welchesmit der gewöhnlichen Jndigoauflösung nicht der Fall ist.

Nach Döbereiner (a. a. O. S- 267.) enthält der Auszug derfrischen Blätter von Irstir tinctori'a zwei Pigmente, ein blaues undein gelbes, welche sich durch die beiden Pole der Volta'schen Säuleabscheiden lassen.

Chlor entfärbt die blaue Jndigoauflösung, und da nach Welther'sgenauen Versuchen Ion Gewichtstheile Chlor dieFarffe von 226 Gewichts-theilen Indigo verschwinden machen, so dient dieses Verhalten zu gegensei-tiger Prüfungsmethode, nämlich auf die Reinheit des Indigos und auf dieStärke des wäßrigen Chlors sowohl, als aufdie Güte des Chlorkalkes (An-leitung hierzu in Schw. N- I. V, S. 2U2.; Buchn. Repert. XXVIII. S.s?. fauch vonZeise in Trommsd.N. I. VII. S. 14Z.). Auch die Kohleentfärbt die Jndigoauflösung vollständig, und um die entfärbende Kraft derKohle zu prüfen, bedient man sich nachBussp derselben Jndigoauflösung,womit man nach Welther das Bleichsalz untersucht (vergl, LsrKo.).

Von Brngnatelli und D öberei n er wird der Indigo für einvegetabilisches Metall erklärt (Schw. I. XII. S. 424 ). Werden aus einerRetorte entwickelte purxurne Jndigodämpfe durch Quecksilber geleitet, oderwerden z Theile Jndigopulvermit i Th.Quecksilber unter beständigem Au-sammenreiben bis zur Entstehung häufiger purpurrother Dämpfe erhitzt, soentgeht eine Art von zähem Amalgama, welches die Farbe und den Glanzdes Quecksilbers hat, beim Erhitzen purpurne Jndigvdämpfe entwickelt,sächsischesVitriolöl dunkelblau färbt, und beimEintauchen in salpetersaureSilberauflösuug artischockenförmig zusammengehäuste Krystalle giebt,welche sich wie erne Legirung von Indigo mit Silber verhielten. We-der Giese, noch Gmelin, noch Crum haben diese Verbindung dar-stellen können, nur Oswald (Trommsd. N. I. m. I S. 46L.) hatdiese Verbindung durch Zusammenreiben unvollständig erhalten.

Eine sehr ausführst che Arbeit über den Indigo verdanken wir B erze-