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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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578
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5/8 InöiZo

klaren Theil mittelst eines Hebers ab, übergießt den Rückstand aufs neuemit warmem Wasser, und verfährt wie vorhin. Sobald diese Auflösungenmit der Lust in Berührung kommen, scheidet sich sogleich Jndigoblau aus,was sich durch Wiederaufnahme von Sauerstoff aus der Lust regenerirt,wobei es die Salzbasis, mittelst welcher es aufgelöst war, fahren läßt, undin Pulverform gefällt wird. Hierbei nimmt es wenigstens einen Theil derfremden Stoffe, die aufgelöst seyn können, mit sich, was man jedoch ver-hüten kann, wenn man dieselbe Lösung insalzsäurehaltigesWasser gießt,wodurch dann jene Stoffe aufgelöst bleiben, und die verdünnte Salzsäuregelb färben. Den neugebildeten blauen Farbestvff schüttelt man mit derFlüssigkeit so lange um, bis er vollkommen blau geworden, worauf er aufein Filtrum gebracht, und die noch adhärirende Säure nebst dem salzsaurcuKalk durch Answaschen fortgeschafft wird. Die Farbe desselben ist nun keinreines Blau mehr, sondern spielt ins Purpurne, was besonders nach demTrocknen sehr stark hervortritt, und zugleich von einer Art metallische»Glanzes begleitet, der durch Drücken oder Reiben vollkommen metallisch,fast kupferähnlich wird. Reibt man es zu Pulver, vorzüglich mit irgendeinem ungefärbten Stoffe, so wird es wieder blau. Aus diesem Grundelaßt sich auch aus der stärkern oder schwächern Kupferfärbung des Indigosauf dessen verschiedenen Gehalt an blauem Farbestoffe schließen.

Das gereinigte Jndigoblau ist ohne Geschmack und Geruch, zeigt durch-aus keine saure oder alkalische Reaction, und gehört zu den indifferentenKörpern. Gelind auf einem Platinbleche an offner Lust erhitzt, entsteht einschöner purpurfarbener Rauch) und wenn die Hitze schnell gesteigert wird,schmilzt es, kocht, entzündet sich und brennt stark rauchend mit Heller Dam-me, indem zuletzt eine Kohle zurückbleibt, welche langsam ohne Rückstandverbrennt. Der purpurfarbene Rauch ist gasförmiges Jndigoblau; dieiesläßt sich daher sublimsten. Das Jndigoblau ist unlöslich in Wasser; sieden-der Alkohol färbt sich davon blau, wird aber gewöhnlich nach einigen Stun-den farblos, nachdem sich eine Spur von Jndigoblau abgesetzt hat; es istferner unlöslich in Aether; weder verdünnte Säuren noch Alkalien lösendasselbe auf. Von rauchender Schwefelsäure wird es unter Wärmeentwicke-lung aufgelöst und dabei in eine Sastfarbe verwandelt. Alle Körper, welcheeine große Verwandtschaft zum Sauerstoffe besitzen, orpdiren sich auf Kostendes Jndigoblaus, und versetzen dasselbe in einen farblosen Zustand, in wel-chem es sich mit Alkalien oder alkalischen Erden verbindet, und in Mßerlöslich wird. Dieser farblose oder reducirte Indigo ist demnach von demblauen Indigo nur durch einen geringern Gehalt an Sauerstoff verschieden,den er aus der Lust wieder begierig aufsaugt, und sich in blauen Zndlgoumwandelt. Sehr wahrscheinlich ist der Indigo nur in diesem Zustande mden Pflanzen enthalten. Von der Salpetersäure wird das Jndigoblau festleicht zersetzt, und es entstehen Jndigosäure und das Jndigobitter. ^

Bei der Auflösung des Indigos in Schwefelsäure muß man den -stoff nicht als eine Basis betrachten, da er nicht durch andere Basen au