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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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577
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glänzenden, braunen Firniß dar, der sich nicht völlig in Wäffek Most; erist geschmacklos und reagirt weder sauer noch alkalisch. Erhitzt wird erweich, bläht sich auf, raucht und riecht animalisch, entzündet sich und brenntmit Flamme, indem er zuletzt eine Poröse Kohle zurückläßt, die sich schwerin Asche verwandeln laßt, welche dann aus kohlens. Baryt besteht. Beider Destillation giebt er ein schwarzes, dickes und schwerflüssiges Oel, nebsteinem farblosen, stark ammoniakhaltigen Wasser. Das Jndigobraun gehtmit Säure» und auch mit Alkalien sehr leicht Verbindungen ein.

3) Indigoroth. Man erhält dasselbe, wenn der mit Säure undAlkali behandelte Indigo mit Alkohol von n,85 Eigengewicht gekocht wird.Es löst sich sehr langsam auf und es ist wiederholtes starkes Kochen mitneuen Portionen Alkohol erfoderlich. Am Ende wird der Alkohol statt dun-kelroth (wie anfangs) hellblau und enthält nur Indigo aufgelöst. Die erhal-tene Auflösung des.Zndigoroths in Alkohol ist so stark dunkelroth, daß siekaum das Licht dnrchläßt. Wafferzusatz bewirkt keine Fällung. Destillirtman den Alkohol ab, so erhält man zuletzt in der Retorte ein Gemenge ei-ner dunkelrvthen Flüssigkeit nnt einem beinahe schwarzbraunen pulverförmi-gen Stoffe, der sich ausgesondert hat. Dieses schwarzbraune Pulver ist imWasser, so wie in verdünnten Sauren und Aetzlauge unauflöslich. VonAlkohol und Aether wird es, obgleich in geringer Menge, aufgelöst, derletztere nimmt jedoch mehr davon auf als der erstere. Verdünnte Lösungensind schön roth, die concentrirten intensiv dunkelroth. Sowohl die Alkohol-n>ie die Aetherauflösung hinterlaßt nach freiwilliger Verdunstung das Jndi-gorvth in Form eines dunkelbraunen Pulvers. Schnell an der Lust erhitzt,schmilzt es, raucht, entzündet sich und brennt mit Heller rußender Flamme.

4) 2 ndigoblau; oder der eigentliche Farbestoffdes 2ndigv. Er bleibtnach der Behandlung mit Alkohol zurück, obgleich nicht im völlig reinenZustande, sondern theils noch Rückstände der bereits genannten Stoffe, theilsSand und Grus enthaltend. Um hieraus das2ndigoblau rein zu erhalten,wird ks noch feucht mit dem zweifache» Gewichte des anfänglich angewand-ten rohen 2ndigos ungelöschten Kalkes gemengt, der nachher mit Wasserin Hydrat verwandelt wird. Diese Masse wird in eine Flasche gebracht,die ungefähr das rsofache Gewicht des angewandten 2ndigos an Wasserfaßt, und die man dann mit kochend heißem Wasser füllt und umschüttest.Man setzt hierauf zwei Drittheile des Kalkgewichts schwefelst Eisenorpdul,fein zerrieben oder vorher in etwas kochendem Wasser aufgelöst, zu undverkorkt nun die Flasche, indem sie wiederholt tüchtig geschüttelt wird.Setzt man die Flasche nur ein paar Stunden lang an eine warme Stelle,st wird die Masse allmalig grün, das Eismvrvduk, das durch die Kalkerdeaus seiner Verbindung gefallt wird, verwandelt sich auf Kosten desArdigo-blaus in Or»d, und dieses, eines Antheils Sauerstoff beraubt, bildet mirder Kalkerde eine in Wasser lösliche Verbindung, während die Flüssigkeitu»ch Maßgabe ihrer Concemrarion eine reine citronengelbe oder selbst bran-dige Farbe annimmt. Hat sich die Flüssigkeit geklärt, so nimmt man den

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