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im Trockenofen eingetrocknet. Die Behandlung mit Bether kann nichterspart werden, weil sonst das Emetin statt des ihm eigenthümlichenangenehmen Geruchs den nauseösen der Ipecacuanha, von dem fettenStoffe, hat, wenn es gleich dieselben Wirkungen zeigt.
Pelletier (Schw. N. I. II. S- 35.) hatte schon angezeigt, daßdas zuerst von ihm dargestellte Emetin noch nicht rein sey, sondern ei-nen Farbestoff enthalte; derselbe gab in Verbindung mit Dumas(Schw. N. I. X. S. 93.) folgendes Verfahren an, um das Emetinim reinen Austande darzustellen. Statt der früher empfohlenen kohlen-sauren Bittererde muß man die reine Bittererde anwenden, und zwarin hinreichender Menge, damit nicht allein die freie Säure gesättigt,sondern auch das Emetinsalz zerlegt werde. Das Emetin wird dannfrei, schlägt sich'nieder und bleibt mit dem Ueberschuffe von Bittererdegemengt zurück. Man gießt die Flüssigkeit ab, wäscht den Niederschlagmit sehr kaltem Wasser aus, um die mit der Bittererde nicht verbun-dene färbende Materie abzuscheiden, trocknet den Niederschlug und ziehtdann das Emetin mit starkem Weingeiste heraus. Um es noch weißer zuerhalten, kann man es mit einer Säure verbinden, das Salz mit thie-rischer Kohle behandeln, durch Bittererde das Emetin niederschlagen undvermittelst starken Weingeistes es aus dem Niederschlage wieder abscheiden.
Bei allen diesen Arbeiten ist es zweckmäßig, die Abwaschwaffer zubeachten, denn man kann aus ihnen durch zweckmäßige, von den be-kannten Eigenschaften des Emetins hergeleitete Mittel noch eine ge-wisse Menge Emetin ausscheiden.
Das so erhaltene Emetin (von ich erbreche) ist weiß, ge-
wöhnlich gelblich, pulverig, und erleidet keine andere Veränderung ander Luft, als daß es sich etwas dunkler färbt. Es hat einen sehrschwachen bittern Geschmack und keinen Geruch. Es ist ausgezeichnetleicht schmelzbar, und wird schon bei einer noch nicht ganz bis -i- 50° C.gehenden Temperatur flüssig. Kaltes Wasser löst davon nur wenig, heis-ses etwas mehr auf; in starkem Alkohol ist es sehr löslich, aber derAether und die Oele lösen dasselbe nicht merklich. Es zeigt in einemhohen Grade alkalische Eigenschaften, sättigt die Säuren, aber mit kei-ner derselben bildet es ein krystallisirbares Salz, obgleich die saurenLösungen des Emetins einige Krpstallanfänge zeigen. Die concentrirteSalpetersäure zersetzt das Emetin mit Leichtigkeit, und ändert es erstin eine gelbe bittere, harzige Masse, und endlich in Oralsäure um."Gallussäure und der Galläpfelauszug bilden i» den Lösungen des Eme-tins weiße reichliche Niederschlage. Diese Eigenschaften hat es mit demEhinin (und den übrigen Pflanzenalkalien) gemein, aber ersteres wirdnicht durch oralsaure oder weinsteinsaure Kasten gefällt, wie dieses. End-lich zeigt der Bleiessig (das basische, essigsaure Blei), welcher die gefärb-ten Emetinauflösungen-stark fällt, gar keine Wirkung auf dieses reineEmetin. Seine Anwendung erfodert Vorsicht, aber seine Wirkungen sind