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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Il'ls N 0 Stl'S 8

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von schwefelsaurem Eisenvrydul eine weinrvthe, von schwefelsaurem Eisen,orvd eine dunkelgrüne beinahe schwarze Farbe an. Das durch Abraucbenerhaltene Ertract war schmutziggrau, dem Kautschuk ähnlich. Beim Erkal-ten der Absude schied sich Amplum (oder vielmehr Jnnlin) aus. Das obenbeschriebene Weichbarz erschien hier mehr als ein fettes Oel, das bei ge-wöhnlicher Temperatur die Consistenz des Ricinusöles hatte, gelbgrün war,und außerordentlich bitter und scharf schmeckte. Es war in Aether, Alke.hol und Terpenthinol leicht auflöslich. Das Ertract enthielt adstringi-renden Ertractivstoff und Gummi.

Die frische Wurzel scheint auch noch einige flüchtige Scharfe zu ent-halten, durch welche sie heftiger, als Brechmittel und Abführungsmittel,wirkt. Louery (Berl. Jahrb. XXIX. 2. S. 221.) will eine Substanzin der Veilchenwurzel gefunden haben, welche alle Eigenschaften des Eme-tins zeigte.

Die Wurzel wird in Pulverform gegeben, auch zu Niesepulver, Zahn-pulver rc. verordnet. Die ganze Wurzel giebt man kleinen Kindern beimZahnen in den Mund, um darauf zu beißen.

N08tl-tt8. Die Wurzel. Blaue Liliermurzel.

Iris germsnica Ittnn. Deutsche Schwertlilie. Gemeine blaueSchwertlilie.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lies. III. Taf. 25 .

Classe und Ordnung wie bei der vorigen.

Diese ausdauernde Pflanze wächst in mehreren Ländern Europas, inverschiedenen Gegenden Deutschlands, sowohl an feuchten als trocknenOr-ten, in schattigen Wäldern, auf Grasplätzen u. s. w., und unterscheidet sichvon der vorigen Art durch die nicht blaugrünen, sichelförmig nach außengebogenen Blatter, durch den vielblumigen Schaft, auf dem die untern-Blumen langgestielt sind, durch die blauen Blumen mit violetten Narbe»und durch den Fruchtknoten, der etwas kürzer ist, als die Röhre der Blu-menhülle.

Die Blüthezeit ist Mai und Juni.

Die Wurzel, blaue Schwertlilienwurzel, kts-lix lri-Iir nostrntis s.Olaäioli coerulei, die im Frühjahre ausgegraben werden muß, ist lang,gegliedert, fleischig, dick, inwendig weißlich, äußerlich grau und mit Fasernbesetzt; im frischen Zustande widrig riechend, und von einem sehr scharfen,beißenden Geschmacke. Schnell getrocknet erhält sie einen schwachen Violen-gernch und der Geschmack wird bitterlich.

Die frische Wurzel enthalt einen scharfen, brennenden, den Magen undDarmcanal stark angreifenden Saft, und ist ein heftig wirkendes Brech-und Abführmittel, dessen sich die ältern Aerzte in der Wassersucht bedien-ten. Heutzutage wird sie nur noch als Hausmittel benutzt.