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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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606
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606 Kali fei'i'UKinoZO-Ii^äl'oo^Aiiiouin

reiner citrongelber Farbe anschießt. Hat das Salz eine unreine Farbe, sokann man es, nach dem Zerfallen in der Warme, in einer Retorte bis zumSchmelzen erhitzen, wobei die fremden Farbestoffe zerstört werden. Enthältdas Satz einen Ueberschuß von Alkali, so kann dieses mit destillirtem Essiggesättigt und das Cyanür dann entweder sogleich, oder nach vorhergegan-genem Abdampfen, mit Alkohol ausgefällt werden, der Nicderschlag bildethellgelbe glänzende Schuppen.

Dieses Salz ist gewöhnlich mit schwefelsaurem Kali verunreinigt, wel-ches durch essigsauren Baryt zersetzt werden muß, wodurch nämlich als un-auflöslich niederfallender schwefelsaurer Baryt und essigsaures Kali gebildetwerden, welches letztere durch Alkohol ausgezogen wird. Auch schon durchAussuchen der größeren, rein ausgebildeten Krystalle wird dieses Salz reinerhalten. An einem lauwarmen Orte aufbewahrt, oder bei der gewöhnli-chen Temperatur der Luft, iin luftleeren Raume neben Schwefelsäure, ver-liert dieses Salz sein Krystallwaffer, aber es behält seine Form und seinenZusammenhang. Das Wasser macht 12,82 Procenc seines Gewichts aus,und ist gerade hinreichend, um durch seinen Sauerstoff das Eisen aus demEisencpanür in Eisenorydul und das Kalium aus dem Cyankalium in Kali,das Cyan aus beiden Verbindungen aber durch seinen Wasserstoff in Cyan-wafferstoffsäure zu verwandeln. Das Salz krystallisirt in gelben durchschei-nenden, vierseitigen Säulen mit abgestumpften Endkanten und Ecken, voni,8Z2 spec. Gew.; es hat einen bitterlich süßlichen, etwas herben, schwachsalzigen Geschmack. Es enthält nach Berzelius: 12,85 Procent Eism— 16,58 Eisenorydul; 37,11 Prvcent Kalium — 44,66 Kali, und Z7,ssProcent Cyan — 38,64 Cyanwasserstvffsäure. Es wird hiernach also die-ses Salz aus den elementaren Stoffen 12,85 Eisen st- 37,11 Kalium st- 57,srCyan (Blaustoff) st- 12,82 Krystallwasser gebildet angenommen cKalim»-cisencyanür), wogegen es bisher als eine Verbindung von Eisenorydul, Kaliund Cyanwasserstvffsäure (Blausäure) angesehen wurde, welches erst durchgelindes Erhitzen in die erstere Verbindung übergeführt werde, indem derSauerstoff aus dem Eisenorydul und Kali mit dem Wasserstoffe aus derCyanwasserstvffsäure zu Wasser zusammentrete, wodurch gleichzeitig die Ver-bindung der elementaren Stoffe Visen, Kalium und Blaustoff bewirkt werde,welche, wenn sie wieder mit Wasser in Berührung kommen, durch Zerle-gung eines Antheils desselben sich wieder in blansaures Eisenvrydulkali ver-wandeln. Nach Philip p's Analyse (Schw. Zahrb. f. Chem. u. Ph. XX.1827. S. 111.) besteht das krystallisirte Salz aus: Kalium 36,75; Eisen13,58; Cyan S7,i/; Wasser ir,5l». Im wasserleeren Zustande ist diesesDoppelsalz demnach als zusammengesetzt anzusehen, aus 1 M. Eisencyamir— 6Ss,!24) und aus 2 At. Cyankalium (2 t6ZS,654),

erhält also die Zahl -j- 2 —2308,778; imdemkrystalli-

sirten Salze sind noch 3 Atome Wasser enthalten, die Zahl desselben istdemnach -jst -s- 2 (1^ ^ -j- Z ^ — zggg,2i5.

Wird das Salz einer Hitze, die das Glas schmelzt, ausgesetzt, st