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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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605
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sich die russische Potasche gebräuchlich. Die Verlasche ist eine durch mehr-maliges Auflösen, Durchseihen und Calciniren gereinigte Potasche; dochnennt man auch die aus der Asche der Weinreben und Weinhefen bereiteteAsche (Lineres cl»vellsti, Lenärer tzrsvelser) Perlasche. Diese Aschebesteht aus einer grauen klümprigen Masse, welche, wenn sie etwasFeuchtigkeit eingeschluckt hat, eine weißere Farbe hat, ein größeres Volu-men einnimmt, und aus ziemlich reinem basischem kohlens. Kali besteht.Waidasche nennt man die rohe unausgelaugte, mit einer Aschlauge über-zogene, getrocknete, und bis zur Verglasuug calcinirte Potasche, aus wel-cher sich deshalb die salzigen Theile ungleich schwerer auslaugen lassen.

Die rohe Potasche wird zur Bereitung der gereinigten Potasche ge-braucht.

ssei'l'UAinoso-Ii^äl'oe^AniouM 8 eu Iksli riooti-cum aub koru88ieum venslo. 6^anetum Kali! etvenal«. Käufliches blausaures Eisenkali.

Wird in chemischen Fabriken durchs Brennen thierischer Kör-per mit kohlensaurem Kali und Eisen bereitet.

Zusammenhängende, gelbe Krystalle, von süßlichem Geschmacke,in vier Theilen Wasser auflöslich, in Alkohol völlig unauflöslich,aus Kalium, Eisen und Cyan bestehend. Man wähle die größe-ren, von schwefelsaurem Kali und andern fremdartigen Theilenvöllig freien aus.

Dieses Präparat chemischer Fabriken wird zur technischen Verwendungim Großen durch Calcination thierischer (stickstoffhaltiger) Substanzen mitAlkalien in eisernen Gefäßen, Auslaugen der geschmolzenen Masse, Abdam-pfen und Reinigen durch Krystallisation dargestellt. Man erhält dasselbeauch nach B erzel ius, wenn feingeriebenes und reines Berlinerblau miteiner Auflösung sowohl von kaustischem, als einfach oder zweifach kohlen-saurem Kali gekocht wird. Das Berliuerblau, welches eine Verbindungvon Cisencyanür (blausaurem Eisenorydu!) mit Eisencyanid (blausanrenrEisenoxyd) ist, wird dann auf solche Art zersetzt, daß das Cyanid von demAlkali zerlegt wird, indem dieses selbst in Kalium und Sauerstoff zerfallt,welcher letztere sich mit dem Eisen zu Eisenoryd verbindet, wogegen dasdadurch frei gewordene Cyan sich mit dem Kalium zu Cyankalium verbin-det, welches nun mit dem Cisencyanür eine Verbindung eingeht. Zu derkochenden Kalilauge setzt man feingeriebenes Berlinerblau in kleinen Portio-nen so lange zu, bis das zuletzt zugeschüttete nach einigem Kochen nichtwehr verändert wird. Das Alkali ist dann gesättigt. Man filtrirt nun,wäscht das ausgeschiedene Eisenoryd aus, und dampft bei gelinder Wärmeab, wo dann das Cyaneisenkalium in großen, rechtwinkligen Tafeln von