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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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gefärbten Krystallen, in welchen schon mit bloßem Auge beigemengteKrystalle von salzsauren Salzen unterschieden werden können.

Die Salpeterbildung wird durch die Anwesenheit thierischer Stoffe be-günstigt, daher denn die Erde unter Viehställen bis auf 10 Zoll Tiefe mitSalpeter beladen gefunden wird; so findet er sich auch in einigen Wässerngebildet rc. Der fertig gebildete Salpeter findet sich auch in vielen Pflan-zen, als im Tabak, Boretsch, Schierling, Bilsenkraut, Wollkraut, Erd-rauch, Schöllkraut, Andorn, Nesseln u. s. w., daher man auch wohl solchePflanzen den Salpeterhaufen zusetzt, uin diese zum Theil lockerer zu ma-chen, und der atmosphärischen Luft mehr Zugang zu verschaffen.

Die Theorie der Salpeterbildnng kann indessen noch nicht als festge-stellt betrachtet werden. In den ältesten Zeiten glaubte man, daß die Sal-petersäure bereits einen Bestandtheil unserer Atmosphäre ausmache, und daßsie sodann von den Alkalien und Erden absorbirt werde. Spuren von Sal-petersäure wurden schon von Priestleybemerkt,und auchLiebighatindem bei Gewittern gefallenen Regenwasser Salpetersäure gefunden, wie bei-tqu» oommunir angeführt ist, jedoch sprechen diese Beobachtungen keines-weges für eine allgemeine Verbreitung der Salpetersäure in der Atmosphäre.Lemery erklärte den Salpeter für ein Product der Vegetation, da meh-rere Pflanzen Salpeter enthalten, und ihn erzeugen, auch wenn der Bo-den, in welchem sie wachsen, keinen Salpeter enthält, wie durch die vonLampadius (Kastn. Archiv. 1826.) unternommene Untersuchung der Bo-retschpflanze nachgewiesen ist. Seit Lav 0 isier's Lehre vom Sauerstoffewurde ziemlich allgemein angenommen, daß das bei Verwesung thierischerStoffe sich entwickelnde Stickstoffgas mit dem Sauerstoffe der AtmosphäreSalpetersäure bilde, welche im Augenblicke ihrer Bildung von den Basenaufgenommen werde. Gegen diese bisherige Annahme hat Longchamp(Dingler's Polytechnisches Iourn. XIII. 5. 1827 . S. 450 .; Trommsd.N. 2 - XIV. 2. S. 228.) die Ansicht durchzuführen gesucht, daß beiderSalpeterbildung die Anwesenheit thierischer Stoffe ohne allen Einfluß se»,indem der bei der Zersetzung thierischer Stoffe sreiwerdende Stickstoffvondem zu gleicher Zeit freiwerdenden Wasserstoffe gebunden, und Ammoniak,daS gewöhnliche Product von thierischer Zersetzung, gebildet werde. DieSalpeterbildung beruhe lediglich auf dem Zusammentreten des Stickfloffsund des Sauerstoffs der Luft. Wenn es längst bekannt ist, daß Wassereine an Sauerstoff reichere Lust enthalte, daß die vom Wasser zurückgehal-tene Lust beinahe die Zusammensetzung des vrydirten Stickgases zeige, wennhiernach schon das Wasser auf den Sauerstoff und Stickstoff so wirke, daßes diese beiden Gasarten auf eine innigere Weise zu vereinigen sucht, alssie eS in der atmosphärischen Lust sind, so könne wohl durch das Hinzutre-ten einer in einem andern Stoffe gegebenen neuen Kraft zu derjenigen desWassers bewirkt werden, daß die Gasarten noch stärker aufeinander wirken,und daß durch die vereinten Kräfte Salpetersäure entstehe. Der neue wir-kende Körper ist der Kalk rc. (Kali erzeugt nickt Salpeter). Der Luftzug