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S. ros.) das Ertract der Stengel der Xauclea Oamk-kr seyn. Dieses Er-kract aber, welches zum Kauen mit Betel benutzt wird, und welches vonReetz für das ächte Catechu gehalten wird, steht auf jeden Fall diesemnäher als dem Kino (vergl. 6 ateck>u). Das Kino aus Ostindien oder Am-boina kommt in sehr von einander abweichenden Sorten vor; in kleinen,gleichförmigen, dunkelbraunen, glänzenden, spröden Stücken, die das An-fehn eines zerbrochnen, trocknen Ertracts haben, leicht zerreiblich sind, undein hellbraunes Pulver geben. Es ist geruchlos, sehr herbe, anfangs ver-steckt bitter, läßt aber nachher etwas Süßliches bemerken. Wasser löst ;davon auf, und giebt eine dunkelbraune klare Auflösung, in welcher derunaufglöst bleibende Theil lange schwebend sich erhalt, wenn von neuemWasser hinzugesetzt wird. Alkohol löst den größten Theil davon auf, undbildet eine dunkle Tinctur von der Farbe des rothen Weines, welche durchZusatz von Wasser nicht getrübt wird. Aether nimmt einen Theil davonauf, und giebt eine gelblichrothe Tinctur, welck>e, verdunstet, auf demWasser kein harziges Häubchen bemerken läßt. Nach Dierbach (Bran-dest Archiv XXIII. S. 202 ) ist das Oxtrsclum hlsuclese Osinbir dasjetzt in den Apotheken vorkommende Kino, wogegen das wahre Kino vonkieroEpusüeneALlknri'r herkomme. Hiebei bezieht man sich aufIohnFleming und auf William Hunter, welche angeben, daß ausden Blättern der dlauoles Oambir die Drogue bereitet werde, welcheunter dem Namen 0 u«a vorkommt, wovon Synonyme sind:
ü»!ta üsmdeer lkuilter, Oitta (iauikir IVIurra^, Osmbir kfumps,Lallic O-under IVIurrs^ und Lsitu Lambar keel?.. Die Aehnlichkeitaber der Namen Oamtzir und Oumini Osmkiae (der früheren Benennungdes Kino) kann die Ursache seyn, daß dieses Gambir mit dem Kino füridentisch erklärt wird. Nach Kunze ist Lincüona listtsüsmkarkeeir,von welcher nach König das Catechu herkommt, mit dlsuciea OsmKirsynonym, (dlauelea Osmbir. Hayne Arzn. Gew. X. 3. 8^-t. sexual.Ll. V. Orll. 1 . ?entsn<lria lVIonog^nia. Orll. naiural. Uutziacese.)
Das westindische Kino wird von Locoolob» uvikera ssegu. (HayneX. 4. LI. Vlll, Orll. z, Ooianäria TriZ^nia. pol^geneae.) abgeleitet.Durch Abdampfen des ausgepreßten Saftes der rothen saftigen Beerenund Stengel werde ein glänzend schwarzes Ertract erhalten, welches indünnen Blättchen röthüch ist (Virep in Buchn. Repert. XXVIl. S.07.). Dagegen führt man an, daß Bestock aus der Rinde 6. Uviksr«ein Ertract erhielt, welches zwar ziemlich mit dem sonst aus Afrika ge-brachten übereinstimmte, jedoch auch abwich. Auch sagt Bernhardt(Trommsd. N. I. IV. 2. 1820. S. 87 .), man sey in England überzeugt,daß wenigstens jetzt (1820) aus Jamaika oder Westindien kein Kino kom-me; jedoch mag wohl früher von da Kino nach England gekommen seyn.Nach Thomson besteht dasselbe aus kleinen, spröden Stücken von sehrdunkelbrauner, fast schwarzer Farbe und glänzendem Bruche, in welchemsich kleine kustbläschen bemerken lassen. Das Pulver ist röthlichbraun.