Kino
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Ende zugespitzten Krystallen, von bitterlichem Geschmacke, insechszehn Theilen Wasser auflöslich, in der Luft nicht feucht wer-dend , auch nicht zerfallend. Es besteht aus Kali und Schwefel-saure, oft mit schwefelsaurer Kalkerde gemischt. Verwerflich istdas durch Metalle, vorzüglich durch Zink oder Kupfer, verunrei-nigte. Jenes wird durch Fällung mit kohlensaurer Natronflüsstz-keit und Auflösung in Aetzammoniakflüssigkeit, dieses auf dieselbeWeise und durch die dann blaue Farbe erkannt.
Aus diesem Salze wird das gereinigte schwefelsaure Kali gewonnen.
Kino. Kino.
Ein an der Lust erhärteter Saft eines unbekannten Baumes,aus Ostindien zugeführt.
Kleine, eckige, zerreibliche, rolhlichschwarze, beim Reibenrothe, glänzende, undurchsichtige Stücke, von zusammenziehendemGeschmacke, den Speichel roth färbend, in Wasser und Weingeistauflöslich.
Von dem Kino kann nur mit Bestimmtheit angegeben werden, daß es,ähnlich dem Catechu, ein eingedickter Saft ist. Das zuerst nach Englandgebrachte, und von Fothergill als Arzneimittel bekannt gemachteKinokam aus Afrika, und zufolge eines Eremplars, welches Mungo Parkwährend seiner letzten Reise nach England schickte, und das an Banksgelangte, ist man der Meinung, daß dieser Baum, der am Flusse Gambia(woher das Kino auch den Namen Oummi Osmllise führte) wachsen unddvrt?su äe r-nxue genannt werden soll, zur Gattung Llerocsrpui ge-höre. Nach Dr. Paris ist?IerocarpU5 erloaces Osmsreb, eine am Se-negal wachsende Art, der wahre Kinobaum, wofür von R. Brown eineneue Art, die Hoocker mit dem Namen Senegals»---- belegte, aus-gegeben wird (Dierbach über die verschiedene Abstammung des Kino inGeiger's Magazin. Februar 1827. S. >08.). Später (a. a. O. Novbr.1827. S. 10t.) bemerkt Dierbach, daß ?t. erinacea undi-en-V-Ienr>5 Hoooher synonym seyen. Nees v. Esenheck (Buchn. Report.XXVIl. S. 211.) ist der Meinung, daß das auch jetzt noch im Handel vor-kommende Kino, aus kleinen, eckigen, leicht zerbrechlichen, fast schwarzen,stark glänzenden, ein schönes dunkelrothes Pulver gebenden Stückchen beste-hend, von ?t. Lenegslenrir (Abbild. Düffeld. Samml.XVtll. 19.1, illLl. XVII. Orch 4. O-ackelpIi-Ä Ossanllr-a, und zur Familie der lleguim-»i)5Äk gehörig, herkomme.
Aber auch aus andern Theilen der Erde ist Kino gebracht worden.Das Kino aus Ostindien, in Kisten von 1 — 2 Centnern, das, wie manmeint, aus Amboina kommt, soll nach Virep (Trommsd. I. XXIV. 2.