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schreibt ihn aber nicht ganz übereinstimmend mit Funke. Diese Sub-stanz , dadurch erhalten, daß der Lack in kaltem Weingeist aufgelöst, derRückstand zuerst mit Wasser, und nachher mit warmem Alkohol, wel-cher das Wachs auflöst, behandelt wird, worauf man das Unaufgelöstevon den Jnsectentheilchen abschlämmt, ist nach John eine gelbliche,durchscheinende Masse, die in kochendem Wasser erweicht, getrocknetbraun, hart und scharf wird. Sie ist weder in Wasser noch in Alkohol,noch in Aether, weder in fetten noch ätherischen Oelen auflöslich, wirdbeim Erwärmen unter Verbreitung eines angenehmen Geruchs bloßweich, schmilzt aber nicht, verkohlt bei höherer Temperatur. NachJvhn's Analyse besteht das Lack aus: Harz 0,667; Wachs 0,017; Lack-substanz 0,167; balsamischem Bitterstoffe 0,025; Farbestoffe o,ozy; fahl-gelbem Ertract 0,00z; Decken von Jnsecten 0,021; Stocklacksäure 0,00s;stocklacks., schwefelst und salzs. Kali, Phosphors. Kalk und Eisen o,»w;Erden 0,006.
Nach Hatchett's Analyse enthalten 100 Th. Stocklack: Harz 68;färbendes Ertract (thierischer Natur) 10; Wachs 6; Gluten 5,5; fremd-artige Substanzen 6,5; Verlust 4. Das Wachs ist dem der lVIz-ric»oeriker» analog; das Gluten oder der Kleber hat große Aehnlichkeit mitdemjenigen des Weizens.
Das Etocklack wird in der Medicin allein zur Bereitung der wä-ßrigen Lacktinctur gegen scvrbutisches Zahnfleisch verordnet. Der Farbestoffwird aber auch als Farbematerial benutzt, und die jetzt im Handel un-ter dem Namen l.acHe und I.so 0)-,- oder Färberlack vorkommendenStoffe, die in der Färberei zum Theil die Cochenille ersetzen, sind Zu-bereitungen aus diesem Lack, durch Kochen desselben mit Natronlauge,wodurch das Pigment und eine beträchtliche Menge Harz aufgelöst wird,und Versetzen der klaren Flüssigkeit mit Alaun erhalten.
Das Körnerlack ((.»oc« in gr«nir) besteht aus rothbräunlichen,auch wohl gelbbräunlichen Körnern, und ist das von seinen Aestm los-gemachte, auch wohl eines Theiles seines Farbestvffes beraubte Stocklack.Nach Hatchetk enthalten 100 Th.: Harz 88,s; Farbestoff2,5; Wachs4,5; Gluten 2; Verlust 2,5.
Das Schellack oder Tafel lack (l,socn in r->l>ul») wird aus demStocklack dadurch erhalten, daß ihm durch Einweichen in Wasser sein Far-bestoff entzögen, es hierauf getrocknet, und in einem leinenen Beutel unterUmrühren über Kohlenfeuer so lange gehalten, bis es geschmolzen, danndurchgepreßt, und zuletzt, so lange es noch warm und weich ist, ZU einerdünnen Tafel über die obere glatte Seite eines Pisangblattes auseinandergezogen wird. Nach Andern wird das Schellack mir Wasser gekocht, wo-x von es flüssig wird und obenauf schwimmt, dann durchgeseiht und zwischenzwei platten Marmorn zu Tafeln gepreßt. Diese Tafeln sind mehr oderweniger braun oder braungelb, durchsichtig beinahe wie Spießglanzglas nnbestehen aus dem eigentlichen Harze und Lackstoffe. Nach Harchett en -