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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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halten ivn Th. : Harz 90,9; färbendes Ertracto,s; Wachs 4,0; Kleberr, 8 ; Verlust 1,8.

Auch Unverdorben lPoggend. Nnn. 1828. Nr. 9. S. 116.) hatVersuche über die Harze des Stock -, Körner - und Schellacks angestellt,und bat als Bestandtheile des letzteren erhalten: 1) Wachs. 2) Ole-n-mid Stearinsäure in geringer Menge. 3 ) Ein in Alkohol und Aetherlösliches Harz. 4 ) Ein in Alkohol, aber nicht in Aether lösliches Harzin großer Menge. 5 ) Einen in kaltem Alkohol sehr wenig löslichen,sich den Harzen anreihenden Körper. 6 ) Ein krystallinisches Harz. 7) Ei-nen braunen Ertractivstoff in sehr geringer Menge. Körner- und Schel-lack enthalten außerdem Jvhn's Lackstoff und einen ertractiven Farbestoff.

Diese verschiedenen Harze lassen sich nicht vollständig von einandertrennen; vorzüglich bei concentrirten Auflösungen derselben sieht mandeutlich, wie das eine in einer Flüssigkeit unlösliche, das andere auflös-liche zurückhält, und so umgekehrt. Selbst die Eigenschaft der Harze,sich nicht gänzlich zerkleinern zu lassen, beim Pulvern fast immer zu-sammenzubacken , und mit Lösungsmitteln oft theerartige Verbindungenzu geben, setzt ihrer Trennung mechanische Hindernisse in den Weg.Auch bei den Verbindungen der Harze mit Basen werden theils einigein andere umgewandelt, theils werden beim Fällen eines Harzkalis mitMetalloryden, basisches Orydsalz, freies Harz oder auch eine saure Ver-bindung von überschüssigem Harz mit einem Theile des Orvds gebildet.

Das Schellack enthält fast nichts im Wasser Auflösliches mehr;dagegen giebt es mit 6 Th. Weingeist schon bei gewöhnlicher Tempera-tur einen braunen Lackfirniß. Am leichtesten wird es von den versüßtenGeisten, dem weinigen Salmiakgeistc und der geistigen Aetzkaliflüssi'gkeitausgelöst, doch taugen diese Auflösungen nicht zum Firniß, der rissigwird. Das Schellack macht ferner tue Grundlage der Siegellacke, z. B.48 Gewichtstheile Schellack, 19 Gewichtsth. venetianischer Terpenthin,1 Gewichtsth. peruanischer Balsam und 32 Gewichtsth. feiner Zinnober.

Man kann dem Schellack zwar seine Farbe benehmen, wenn man esm äußerst dünne Tafeln zieht, der Sonne aussetzt und mehrmals in kochen-dem Wasser schmelzt. Leichter wird es aber durch Chlor gebleicht, wenn es»vrherin ein zartes Pulver verwandelt worden, doch scheint durch dasBlei-chen das Schellack in seiner Grundmischung verändert zu werden, denn esverliert seinen zähen Zusammenhang. Am besten bewirkt man das Bleichennach Berzelius, wenn man in eine mit Aetzlauge bereitete, und mitGummilack gesättigte Auflösung Chlorgas leitet, wodurch die Farbe desHarzes, in dem Augenblick, wo es sich von der Base trennt, zerstört wird.Der Niederschlag, wenn er so lange in der Flüssigkeit gelassen wird, bisdiese einen Überschuß von Chlor enthält, ist ganz weiß, und bleibt es auchnach dem Auswaschen und Trocknen. Ein fast farbloser Firniß wird erhal-ten, aus 6 - 8 Th. gebleichten Schellacks, L - 4 Tb. Sandarack, 1 Th.venetianischem Terpenthin, 4 Th. Glaspulver und Lv Th. des stärksten Al-