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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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die ganz ftachellosen Blätter unterschieden, und zerlegte es. Er send keinMorphin darin, ivoo Th. enthielten: zwei verschiedene Harze 342; eineSubstanz, welche sich im hvchstreckificirten Weingeiste, im gewöhnlichenWeingeiste und im Wasser auflöste, und die Eisenauflösungen grün färbte,563; eine nur im Wasser lösliche Materie 35; unauflöslichen Rückstand,größtentheils aus verhärtetem Eiweiße bestehend, 260.

Den frischen Milchsaft des Giftlatligs besonders hatKlink analysirt(Pfassts IVIst. -neck. VI. S. 501. und Berl. Jahrb. XXIV. S. 14-1.). DerSaft röthet das Lackmuspapier; er wird durch Säuren und Weingeist zumGerinnen gebracht, nimmt au der Luft eine gelbe Farbe an, macht dasWasser erst milchig, und giebt allmälig damit eine rothbraune Auflösung,indem sich ein ansehnlicher Theil miaufgelöst absetzt. Diese Auflösung wirddurch salzs. Eisenoxyd grünlich, durch schwefelst Eisenoryd rothbraun, durchsalpeterst Quecksilberoryd reichlich und zwar röthlich, durch schwefelst Kupferschwärzlichgrau, auch durch Bleiessig niedergeschlagen, durch kohleus.Kali nicht getrübt, sondern nur in der Farbe erhöht, woraus scheueinigermaßen die Abwesenheit eines Alkaloids hervorgeht.

Der concentrirte wäßrige Auszug des Milchsaftes, von gelbroth»Farbe und sehr durchdringendem virösem Gerüche verlor denselbendurch das Kochen gänzlich; es gerann nur sehr wenig Eiweißstoff, undes konnte auch durch Behandlung mit Magnesia kein Alkaloid (Morphin)erhalten werden.

Das über den Milchsaft überdestillirte Wasser hatte ganz den vi-rilen Geruch und einen unangenehmen Geschmack, zeigte aber keineSpur von Saure.

Auch der aus der ganzen Pflanze ausgepreßte Saft wurde zerlegt.Derselbe hatte eine dunkelgrüne Farbe, einen mehr krautartigen undvirösen Geruch und bittern Geschmack. Es wurde zum Theil mit efligs-Bleioxyd, zum Theil mit schwefelst Kupferoryd niedergeschlagen, dieVerbindung mit den Metalloryden durch Schwefelwasserstoff zersetzt, unddie von den Schwefelmetallen abgetrennte Flüssigkeit zur Krystallisationabgeraucht. So wurde eine eigenthümliche Säure, die Lactucasäure(unreine Aepfelsäure?), erhalten, welche zwar große Aehnlichkeit mitder Oralsäure hatte, aber sich von ihr wesentlich dadurch unterschied,daß sie in der so viel möglich, durch Ammoniak neutralisirtcn salzsamenEisenauflösung einen reichlichen grünen Niederschlag bewirkte, auchdas schwefelsaure Kupfer viel reichlicher und mit brauner Farbe fällte,auch mit der Talkerde ein schwerauflösliches Salz gab.

Der vom Eiweißstoffe und grünen Satzmeüle befreite Saft giebt einbräunlichgrünes Ertract ohne merklichen virösen Geruch, aber von anfangssalzigem, dann sehr bitterm Geschmacke. Alkohol von o,8vn spec.Gew. ent-zog ihm einen ziemlichen Antheil Salpeter; wäßriger Weingeist löste denbittern Ertractivstoff auf, Wasser den Schleim, und ließ einen grauenSatz zurück, der aus Kalk und Talk mit Lactucasäure verbunden besinn.