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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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L-auro-Lerasus

hert, eine schwarze Farbe an, und enthält in einem fleischigen, saftigenMarke eine rundlich - längliche, glatte Nuß mit etwas vorstehenden Nöthen.Der Kern besitzt die den Blättern, den bittern Mandeln und der Blausäureeigenthümliche Bitterkeit in hohem Grade.

Die Blüthezeit des Kirschlorbeers ist April und Mai.

Die vfficiuellen Blätter sind geruchlos, zerschnitten aber oder zwischenden Fingern gerieben riechen sie balsamisch, stark nach bittern Mandelnund betäubend, und besitzen einen gleichen, bittern, etw/is zusammenziehen-den Geschmack. Durchs Trocknen werden sie fast geruch - und geschmacklos.Auch die Blüthen haben einen gleichen Geruch.

Die giftigen Eigenschaften der Kirschlorbeerblätter waren den Aerztenschon lange bekannt. Die ältesten Beobachtungen sind von dem Zahre >757.Der Gehalt der Blätter an ätherischem Oele wurde schon 1778 von Ver-zins angegeben. Aber erst in neuerer Zeit sind sie ein Gegenstand arznei-licher Anwendung geworden, haben aber auch dadurch sorgfältigere Ana-lysen veranlaßt.

Schrader (Trommsd. I. Xl. S. 259.) wies zuerst im Jahre IMim Kirschlorbeerwasser die Blausäure nach. Um das Berlinerblau zu erhal-ten , müsse man zu dem über die frischen Blätter abgezogenen couceutrirtenWasser Kali und eine nicht vollkommen vrydirte Eisenauflösung setzen; dngrüne Niederschlug verwandle sich dann durch Uebergießen mit Salzsaure(diedas zugleich mit niedergeschlagene Eisenoxyd auflöst) in schönes Berlinerblau.

Schanb (Trommsd. I. II. i. S. ios. und V. i. S. 86.) hatte frü-her die Säure für eine Art von orydirter Essigsäure gehalten.

Spanda u du Celliäe (Trommsd. Z. XVII. i. S. 518.) erhieltdurch Destillation der frischen Blätter für sich allein im Anfange ein wesent-liches Oel; dasselbe auch bei der Destillation mit Wasser, und zwar von16 Unzen Blätter 2 Scrupel. Durch wiederholtes Auskochen der rückstän-digen Blätter mit Wasser erhielt er aus jeder Unze der Blatter 2 QuentchenErtract von schwarzer Farbe, das aber keine Spur von dem eigentlichenGerüche der Pflanze hatte. Sehr rectiflcirter Weingeist zog aus den Blät-tern eine dunkelrothe Tinctur aus, die den nämlichen Geruch wie das de-ftillirte Wasser von sich gab. Der davon abgezogene Weingeist hatte denaromatischen Geruch der Pflanze. Aus 4 Unzen frischer Blätter wurden Mdiese Weise nur 16 Gran Harz erhalten.. (Kein Myricin? welches dochdurch den glänzenden Ueberzug der Blätter angedeutet wird.)

Die Kirschlorbeerblatter werden allein im frischn Austande zur Berei-tung des Kirschlorbeerwassers gebraucht. Schrader erhielt auf die ange-gebene Weise aus loo Gran Kirschlorbeerwassers im Durchschnitte «,ssGran blausanres Eisen, welches den alleinigen Maßstab für die Stärkedie-seS Wassers abgiebt.

Der Kirschlorbeer verdankt seine Wirksamkeit dem ätherischen Oele u. ttt'mentlich der darin enthaltenenBlausäure. In demKirschlorbeerölehatS tan-ze Krystalle von Benzossäure entdeckt (Buchn. Repert. XlV. r. S. Z2g.)>