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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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640 locken Iglsnäious

ftls. Kali. Die Asche des verbrannten Mooses besteht größtenteils ausKalkerde.

Die durch Kochen des vorher mit kaltem durch kohlens. Kali geschärf-tem Wasser ausgezogenen Mooses bereitete Gallerte hat gewöhnlich einebräunliche Farbe, die ihr jedoch nicht eigenthümlich ist, sondern von einemAntheile Extraktivstoff herrührt. Bei gehöriger Sorgfalt des Auswaschenserhält man sie fast ganz farblos. Die Gerinnung beim Erkalten geht soweit, daß das Aufgelöste sich als ein zusammenhängender Klumpen ausschei-det, der sich nachher zusammenzieht und die Flüssigkeit fahren läßt, die alsAuflösungsmittel diente. Wird das Geronnene jetzt auf ein Tuch gebracht,so fließt der größte Antheil der Flüssigkeit ab, und die Gallerte zieht sichimmer mehr zusammen. Eine Auflösung von thierischer Gallerte verhältsich beim Gerinnen ganz anders, es geschieht bei ihr auf gleiche Weise,wie bei geschmolzenem Fette, und sie läßt keine Flüssigkeit fahren, sondernWasser und Leim bleiben mit einander verbunden. Das Gerinnen derMoosgallerte kommt am meisten mit dem der sauer gewordenen Milch über-eilt. Die abgelaufene Flüssigkeit enthält neben einem gmnmiähnlichen Stoffeeinen kleinen Antheil Gallerte aufgelöst. Das Geronnene ist auf der Zungeschleimig, und fast geschmacklos, es läßt nur einen unbedeutenden Nachge-schmack, nicht unähnlich dem während des Siedens des Mooses sich verbrei-tenden Gerüche, der jedoch nicht im mindesten zuwider ist. Es trocknetlangsam zu einer schwarzen, beinharten, im Bruche glasigen Masse, diein kaltem Wasser sich wieder erweicht und aufschwillt, und von siedendemzu einer gerinnbaren Gallerte aufgelöst wird. Dabei bleibt der braunfär-bende Stoff unaufgelöst, und die geronnene Gallerte ist ganz weiß, aberundurchsichtig.

Läßt man die Auflösung dieser Gallerte abdampfen oder sieden, so be-deckt sie sich mit einer Haut, die allmälig zu einem runzligen Klumpen zu-sammenschrumpft und auf der Oberfläche trocken wird, im Verhältnissewie das Wasser verdunstet, so daß man auch bei beständigem Sieden nichtohne die größte Schwierigkeit eine sehr verdünnte Auflösung davon conceu-triren kann, damit sie beim Erkalten gerinne. Es ist daher zum Ausko-chen des Mooses nicht zu viel Wasser anzuwenden, damit es nicht nöthigwerde, die Abkochung zur Gallerte lange abzudampfen, wodurch sie MTheil ihre Gerinnbarkeit verliert. Jene Haut wird nämlich in kaltemWasser weich und schleimig, in siedendem löst sie sich wieder auf, die Aus-lösung gerinnt aber beim Abkühlen nur zu einem Theile, das übrige bleckweich und schleimig, wie eine starke Auflösung von Sago oder Stärkemehle,so daß die Gallerte durch die Verwandlung in Häute an der Luft ein grös-seres Vermögen erlangt hat, in kaltem Wasser ausgelöst zu bleiben. Diemeiste Aehnlickkeit hat das Moosstärkemehl mit dem Sago, von dem wirwissen, daß es eine Abänderung des Stärkemehls ist. Mit Jod bringt ca,Moosstarkemehl keine blaue Farbe hervor, sondern dasselbe färbt sich zwi-schen braun und grün. Durch verdünnte Säuren wird das Mvosstärkemeh