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jVlalva vulgär^
Farben, meistens purpurfarbig oder weiß gestreift, stehen auf kurzenStielen in den Winkeln der obern Blatter, und bilden durch ihre An-näherung eine lockere lange Aehre, welche den Stengel endigt. Der Kelchist doppelt und bleibend; beide einblättrig, der äußere sechs-, der innerefünffpaltig. Die Krone besteht aus fünf fast umgekehrt herzförmigen,leicht eingekerbten, flachen, dem Staubfadenrobre eingefügten Blumen-blättern (--orolls malvscea). Die Frucht wie bei der vorigen Pflanze,
Die Herbstrose blüht im Juli; die Blumen fangen an unten zublühen, und die Blüthe dauert bis spät in den Herbst. Die Saamenreifen im September und October.
Zum Arzneigebrauche wählt man diejenigen Blumen, die eine dun-kelrvthe Farbe haben, weil sie etwas adstringirender sind. Sie besitzeneinen schwachen Geruch und einen schleimigen, etwas salzig zusammen-ziehenden Geschmack, und werden in gelinder Abkochung bisweilen zuGurgelwäffern verordnet.
vul»ai-t8. Die Blumen. Malvenblumen.
IVlsIv» s^Ivestris lmnii. Eine perennirende Pflanze Deutsch-lands, an ungebauten Orten häufig.
Die schleimigen Blumen, mit doppeltem Kelche, der äußeredreiblättrig, mit fünfblättrigen, an der inneren Seite mit derSäule der Staubfäden verbundenen, beinahe einen Zoll langen,bläulichen, geäderten Bluinenkronen.
lVlalvs S)-Ivertrir I.inn. Wilde Malve. Waldmalve.
Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. VII. Taf. 2Z.
Hayne Arzn. Gew. Bd. II. Taf. 28.
Classe und Ordnung wie bei der vorigen Pflanze.
Die Wurzel dieser sehr gemeinen Pflanze ist dick, einfach, weißlich,mit wenigen Fasern besetzt; sie treibt mehrere meistens aufrechte, ästige,haarige Stengel, von 1 — 2 Fuß Höhe und drüber. Die Blatter sindabwechselnd, sehr lang gestielt, nierenförmig, rundlich, mit 5 —7seich-ten, sehr stumpfen, gekerbten Lappen; zwei eiförmige, spitze, gewimperte,fast ganzrandige Nebenblätter sind am Grunde jedes Blattstiels befind-lich. Die purpurfarbenen Blüthen stehen zu 3 — 5 in den Blattachsenauf langen, dünnen, Walzenrunden Stielen. Der Kelch ist doppelt; deräußere besteht aus drei schmalen Blättchen; der innere ist glockenförmig,halb fünftheilig, mit spitzen Lappen. Die Krone wird von fünf verkehrtherzförmigen, oben ausgeraubeten, und unten in einen mit der Substanzher Staubsadenröhre verbundenen Nagel endigenden Blumenblättern ge-bildet. Die Frucht besteht aus einer Menge kleiner einsaamiger Gehäuse,welche kreisförmig vereinigt um eine gemeinschaftliche Achse stehen.
Die Blumen sind als schleimige Mittel nur noch wenig im Gebrauch.