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stoffgas erhalten. Das Hyperoryd wird bei dieser Operation zu Oryd,oder bei stärkere!» Feuer zu Mangan-Orydorydul verivandelt.
Bisweilen kommt es rein vor, am gewöhnlichsten aber ist es mitandern Mineralien, z. B. Flußspath, Manganorydhpdrat, Eisenoryd-hpdrat rc. mechanisch gemengt. Ueber die verschiedenen Arten Braunsteinhaben wir einen belehrenden Aufsatz von Lcvp. Gmelin in Geiger'sMagazin, Januar 1826. S. 3.
--) Weichmangan. Schwach geschoben vierseitige Säulen, meistenszu strahligen und faserigen Massen zusammengewachsen; weich und oftstark an Finger und Papier abfärbend. In Masse eisenschwarz mitschwachem Metallglanze, in Pulver schwarzgrau. Es wird vorzüglich beiKrettnich im Saarbrückenschen gebrochen und nur in kleiner Menge inJlefeld. Es giebt das meiste Sauerstoffgas, und zwar nur im Anfan-ge mit sehr wenig kohlens. Gase gemengt. Ganz rein besteht es aus:Mangan 61,01; Sauerstoff 35,99, oder 100 Tb. Mangan nehmen S8,zzs— 28,11.2) Sauerstoff auf, also smal soviel als im Orpdul; erhältdemnach die Zahl lÄn ^ 555,787.
ft) Das gewöhnliche Jlefelder Graubraunsteinerz, Weichmangan.Ist etwas härter als «, und färbt nicht ab. In Masse stahlgrau mitstarkem Metallglanze, in Pulver braun. Giebt mehr Wasser und etwasweniger Sauerstoffgas als «.
7) Hartmangan, oder dichter Braunstein. Derb, glasritzend undam Stahle Funken gebend. In Masse eisenschwarz mit geringem Glänze,in Pulver rothbraun. Enthält so viel Kohlenstoff, baß es fast bloß koh-lens. Gas und erst am Ende des Prozesses etwas Sauerstoffgas ausgiebt.
S) Schwarzmangan. Selten vorkommend in gelbkörnigen Massen.In Masse eisenschwarz mit mäßigem Metallglanze, in Pulver rothbraun.Giebt nur eine Spur Sauerstoffgas.
r) Das Wad ist von diesen Braunsteinarten so sehr durch seineLockerheit und Farbe unterschieden, daß die genauere Bezeichnung über-flüssig seyn mochte.
Das Manganhpperorpd wird unter Entwickelung von Sauerstoffgasvon den Säuren zersetzt, wobei es in der Kälte zu Orpd, in der War-me aber, unter Entbindung von noch mehr Sauerstoffgas, zum Orpdulreducirt wird, wahrend die Säuren damit Orpdulsalze bilden. Daherdie größere Ausbeute an Sauerstoffgas, wenn der Braunstein mit demgleichen Gewichte concentrirter Schwefelsäure in einer gläsernen Retorteübergössen und erhitzt wird. Werden vegetabilische oder animalischeStoffe, z. B.Aucker, Weinsäure oder Oralsäure, zu einem Gemenge desHyperoryds und einer Säure gesetzt, so werden diese vom Sauerstoffedes Hyperoryds zerstört, und dieses wird ohne Entwickelung von Sauer-stoffgas zu Orydul reducirt. Schweflige und salpetrige Säure werdendurch Aufnahme von Sauerstoff in Schwefel - und Salpetersäure ver-wandelt, und lösen es dann auf.