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^lentliA 6ri8pÄ. Das Kraut. Krausemmize.
IVlentiis oi'ispa t^inn. und IVIkntKa cnispsts 8cö>rsel. Aus-dauernde Pflanzen des südöstlichen Europas, in Gärten an-gebaut.
Gewürzhafte und bitterliche Kräuter, von starkem Gerüche, mitviereckigem Stengel, gegenüberstehenden, kurzgestielten, herzför-migen und eiförmigen, runzligen, wellenförmigen, gezähnten,die Zähne vorgezogen, fast unbehaarten Blättern und kopfförmi-gen Blumen. Einzusammeln, wenn sie zu blühen anfangen.
lVIenlliL eri'5pa b.inn. Krausemünze.lVIenGs cri-psi» 8cl>rsä. Glatte Krausemünze.
Abbild. Düffeld. Samml. vfstc. Pflnz. Lief. I. Taf. 5. undLief. XIII. Taf. t2.
8)-§t. 5exusl. 61. XIV. Orck. 1. Oicl/nsmla O/mnozpermia.Orä. nstursl. b.»I»stse.
Die Krausemünze wächst in der Schweiz, Italien, Frankreich, Sibi-rien, China, auch in einigen Gegenden Deutschlands, z. B. bei Halle, aufdem Harz u. s. w. Häufig wird sie in Gärten gezogen, wo sie sehr gutfortkommt. Sie erfordert bei weitem nicht so viel Pflege als die Pfeffer-münze, und verlangt einen feuchten, lehmigen und fetten Boden, in wel-chem sie sich durch ihre stark wuchernden, langen, zaserigen und kriechende»Wurzeln sehr häufig und geschwind vermehrt, an einem schattigen Ortelange Jahre hindurch an Geruch und Geschmack sich gleich erhält undvollkommen glatt bleibt. In lockern, sandigen, sonnigen und trocknen, übri-gens guten Boden verpflanzt, wächst sie nach Wieg mann höchstens 5Jahre hindurch ziemlich üppig und unverändert, dann aber wird sie kleiner,haariger und bekommt einen ganz andern, als den ihr eigenthümlichen Ge-ruch und Geschmack, der dem der dtepela ähnelt, artet völlig aus und stirbtauch bald ab. Was in unsern Gärten gezogen wird, ist meistentheils diezuerst vonWilldenow beschriebene, von Schraber aber benanntelVlen-lba crirpats. Doch kommt auch die eigentliche lVlentba crirp» lllnn. vor.
Der aufrechte, krautartige Stengelist fast viereckig, etwas haarig, ästig,und wird i — L Fuß hoch. Die beinahe sitzenden, am Rande wellenförmigauf- und abgebogen gekräuselten Blätter sind oben von dunkelgrüner, untenvon weißlichgrüner Farbe. Die kleinen purpur - oder violettrötblichen Blu-men bilden an den Spitze» der Zweige und des Stengels kopfförmige, läng-liche, unterbrochene, oben schmäler werdende Aehren. Die Deckelblätter sindeiförmig; der Kelch ist röhrig, fünfzähnig; die Blumenkrone einblättrig,röhrig, vierlappig. Im Grunde des Kelches vier sehr kleine Nnßcken.
Die Pflanze blüht im Juli bis August; sie wird, wenn sich die Blu-men entwickeln, eingesammelt, und kann 2, auch wohl zmal geschnittenwerden. Sie besitzt einen gewürzhaften, brennend bitterlichen Geschma ,