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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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dieses Ertract eine bedeutende Schärfe mit, machte es grünlich unddickflüssiger. Aether sowohl als Essig entzogen der Rinde das scharfePrincip, wurden dabei grünlich gefärbt, und die mitgetheilte Schärfestand mit der Intensität der Färbung im Verhältniß.

Vauquelin, der schon im Jahre 1808 bei der Untersuchung dervaxbne slpin» (Brandt und Ratzeburg D. Giftgew. Taf. 18.) undvaicklum (Hayne III. 45.) eine alkalische Materie bemerkt hatte, wel-che er als einen sehr flüchtigen Stoff von sehr anhaltend scharfem Ge-schmacke bezeichnete und Daphnin nannte, giebt (Berl. Jahrb.XXVI. 2. 18LZ. S. 60.) zwei Verfahrnngsarten an, um das Daph-nin im Austande der Reinheit zu erhalten:

' 1) Auf ein Pfund getrockneter Seidelbastrinde gießt man ein Pfund

kochendes Wasser, und setzt das Gemisch einige Stunden einer Wärmevon 60 — 70 ° aus. Man drückt hierauf die Flüssigkeit aus, und de-stillirt, nachdem man sie mit etwas Kalk, Kali oder auch Bittererdeversetzt hat, sie so lange, als es möglich ist, ohne daß der Rückstandbrenzlich wird. Man erhält auf diese Art eine wasserhelle Flüssigkeit,die sehr scharf ist, und diese Wirkung vorzüglich in der Kehle äußert, die Nasestark reizt, die blaue Farbe des durch Säure gerötheten Lackmuspapiersschnell wiederherstellt u. s. w. Will man diesen Stoff in einem Zustan-de vongrößerer Concentration haben, sokann man den nach obiger Angabebereiteten wäßrigen Auszug mit Schwefelsäure mischen, bis diesemerklich vorsticht, dann denselben bis auf den vierten oder achten Theilseines früheren Umfanges verdampfen, mit Bittererde im Ueberfchuffeversetzen, und im Wasserbade bis zur Trockne abziehen, wobei maujedoch Sorge tragen muß, daß die Vorlage stets hinlänglich kalt sey.Auf diese Art erhält man ein 4 bis 8 mal stärkeres Destillat.

2) Man übergießt 1 Th. Seidelbastrinde mit 4 Th. reinen starkenWeingeistes und setzt dieses Gemenge in einem verschlossenen Gefäße Z —4Stunden lang einer Wärme von Z6 ° aus. Blau gießt hierauf diebraune Tinctur ab, destillirt den Weingeist ab, scheidet die zurückblei-bende Flüssigkeit von dem während der Destillation abgeschiedenenHarze, und wäscht das letztere mit heißem Wasser aus, weiches mander übrigen Flüssigkeit hinzusetzt. Das Harz enthält noch eine großeMenge des scharfen Princips; man muß es daher bis zum Schmelzenunter mit Schwefelsaure gesäuertem Wasser erhitzen, dieses Wasser denübrigen Flüssigkeiten zusetzen, und diese mit Magnesia versetzt bis zurTrockne destilliren. Wenn das Harz auf diese Weise gut ausgewaschenist, so bleibt, wenigstens nach dem Geschmacke zu urtheilen, nichtsMerkliches vom scharfen Stoffe darin zurück. D aS Harz verliert auch durchdasWaschen mit Saure seine grüueFarbe,und nimmt eine gelbeOcherfarbe an.

Das durch die Destillation erhaltene, mit dem scharfen Stoffe derDaphne sehr angeschwängerte Wasser reizt heftig die Nasenlöcher, welcheseine große Flüchtigkeit jenes Stoffes anzeigt. Wirklich wird auch, wenn