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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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690
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bleiben. Das mit kaltem absolutem Weingekffe abgewaschene Dapbninwurde durch Auflösung in heißem Wasser und Krpstallisirung gereinigt.Das Daphnin bildet farblose, durchsichtige, glänzende, büschelförmigvereinigte Säulen, von bitterm und herbem Geschmacke; es reagirt we-der sauer noch alkalisch; löst sich wenig in kaltem, leicht in heißemWasser auf, aus dem es beim Erkalten heranskrystallisirt. In Wein-geist und Aether ist es leicht auflöslich. Beim Erhitzen schmilzt es,schwillt auf, schwärzt sich und verwandelt sich in stechende Dämpfe. Daes durch essigs. Blei nicht niedergeschlagen wird, so ist die Fällung des-selben aus der Abkochung der Seidelbastrinde durch das essigs. Bleivon der Säure und dem färbenden Principe bedingt.

Coldefp-Dorly (Froriep's Notizen XII. Sp. 7g.) will denblasenziehenden Stoff folgendermaßen dargestellt haben: Drei Pfund Sei-delbastrinde wurden mit Alkohol dreimal heiß digerirt, ausgepreßt, zdes Alkohols abdestillirt, und der Rückstand filtrirt, wobei ein grünesHarz auf dem Filter blieb, so wie auch die bis auf den vierten Theilabgedampfte Flüssigkeit nach dem Erkalten eine bräunliche, etwas zer-reiblicbe Harzsnbstanz absetzte. Beide Harze wurden mir Aether so oftdigerirt, als dieser sich noch grün färbte. Der von dem Bodensatze ab-gesonderte Aether wurde wieder abdestillirt. Das in dem etwa 3 Lothwiegenden Rückstände enthaltene braune Harz wurde noch durch Dige-stion mit Weingeist entfernt, und so etwa 9 Drachmen einer dunkelgrü-nen Substanz von butterartiger Consistenz erhalten. Dies ist nach Do r-l y der blasenziehende Stoff, der nicht an der Luft verdirbt, und in Ae-ther, Alkohol, in fetten und flüchtigen Oelen auflöslich ist, und für sichoder in einer Auflösung an die Haut gebracht, diese nach einiger Zeit reizt.

Nach allen diesen Untersuchungen scheint doch die Ausscheidung des schar-fen Stoffes aus der Seidelbastrinde, abgesondert von Ammoniak, Oel oderbarzähniichem Stoffe, noch künftigen Untersuchungen vorbehalten zu ftp».Nicht ohne Grund ist anzunehmen, daß dieser Stoff mit dem KantharidinAehnlichkeit habe, und vielleicht wie jenes dargestellt werden kann. i

Die Kellerhalslörnec sind von Willert (Trommsd. I. XVIIl. t. !S. 4L0.) und Celinsky (lHerl. Iahrb. isvl. S. 54.) einer Untersuchung !unterworfen worden. Die äußere Schale der Kellerhalskörner ertheilt demdarüber abgezogenen Wasser einen eigenthümlichen, etwas flüchtigen Geruch;der Geschmack desselben ist anfangs nicht merklich, nach einiger Zeit aberverursacht es im Munde ein starkes Brennen, worauf nach mehreren Stun-den eine starke Geschwulst erfolgt. Die äußere Schale enthalt nach Mil-ler t: destillirbares rothmachendes Princip; Harz; Ertractivstoff; Ger-bestoff; Schleim und Holzfaser. Der fleischige Theil der Beeren, welcher keine .Spur von Schärfe zeigte, enthält: säuerlich bitterlichen Ertractivstoff 4,2;körnige Absonderung, wachsähnlich, 0,2; flockige Absonderung, eben so, 0,2;Schleim 1,5; blaßrothes Satzmehl n,6; hülsigen Rückstand 10,9; Wasser

82,4. NachCelinskygeben die Saamenkerne durchAuspresseiiein stroh»