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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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HliUelolium

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gelbes dickliches Oel, welches mit dem Gerüche derKanthariden Aehnlichkeithat. Der Geschmack desselben ist anfangs mild, zieht aber nachher ein star-kes Brennen und Geschwulst im Mnnd nach sich; auf die Haut eingeriebenerregt es entweder eine starke Geschwulst oder bloß rothe Pusteln. DieSaamenkerne enthalten: scharfes fettes Oel 56 ; Ertractivstoff0,5; Schleimr; Stärkemehl i, 5 ; Schale i; Kleber zz; Eiweißstoff 2,5; Verlust 4 , 5 .

Die von G öbel (Buchn. Repert. VIII. S. 2»z.) in den Saamengefundene Cocogninfäure bedarf noch weiterer Bestätigung.

Die officinelle Seidelbastrinde, welche bei uns von der in unfernGegenden einzig einheimischen vapkne lVkerereum, in Frankreich ammeisten von O. Onickium gesammelt wird, findet häufige äußerliche An-wendung als rothmachendes, und eine reichliche seröse Absonderung be-wirkendes Mittel. Die frische Rinde wird unmittelbar, die trocknenachdem sie vorher 8 — 10 Stunden in Essig oder Wasser eingeweichtworden, auf den Theil aufgelegt; es entsteht hierauf ein Jucken, einGefühl von Brennen, Nöthe, bisweilen auch kleine Blasen, die Oberhautwird verzehrt, gewöhnlich nach 2 — 4 Tagen, und es tritt eine reichlicheseröse Absonderung ein. Die Rinde wird aber auch innerlich in der Abko-chung,zur Aertheilung venerischer Geschwüre und bei Nachkrankheiten gegeben.

Mllelolium. Die Blumen. SchafgarbeMumen.

iVlillefolium IHnn. Eine ausdauernde sehr häu-fige Pflanze Deutschlands.

Zusammengesetzte weiße oder röthliche Blumen, mit kurzensehr breiten Strahlenblümchen, von bitterm, schärslichem Ge-schmacke und etwas gewürzhaftem Gerüche. Im Monat Junieinzusammeln. _

MUeioliurn. Das Kraut. Schafgarbenkraut.

Das bittere und gewürzhafte Kraut, mit eckigem Stengel,doppelt-gefiederten, borstigen Blättern, die Einschnitte linien-förmig, mit einer kleinen Borste begrenzt. Im Monat Junieinzusammeln. _

stclnllea lVlillekolium I. inn. Gemeine Schafgarbe.

Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. IX. Taf. 45 .

8z-N, 6exual. LI. XIX. Orcl. 2- 8^ngene5iL ruperllu».

Orä, nstursl. 8^nantl>ereae. Drill. 6or^ml>!kerse.

Diese Pflanze ist durch ganz Deutschland, so wie überhaupt durch ganzEuropa auf trocknen Wiesen, Triften, Aeckern und an Wegen sehr häufig.

Die Wurzel ist zaserig und von schwärzlicher Farbe. Der aufrechte,einfache Stengel erreicht eine Höhe von 1—2 Fuß und drüber. Die Blät-ter sind tveichhaarig; die gestielten, im Kreise stehenden Wurzelblätter ge-äst »